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Bei Eberl & Koesel in Krugzell wird nicht nur gedruckt, sondern auch geimpft

Die Medizinische Fachangestellte Gabi Baumgärtel impft Jacqueline Einenkel, Mitarbeiterin bei Eberl & Koesel in Altusried.

Die Medizinische Fachangestellte Gabi Baumgärtel impft Jacqueline Einenkel, Mitarbeiterin bei Eberl & Koesel in Altusried.

Bild: Martina Diemand

Die Medizinische Fachangestellte Gabi Baumgärtel impft Jacqueline Einenkel, Mitarbeiterin bei Eberl & Koesel in Altusried.

Bild: Martina Diemand

Mitarbeiter der Druckerei aus Altusried-Krugzell bekommen im Rahmen eines Modellprojekts den Wirkstoff von Johnson & Johnson.
15.05.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Die Druckerei Eberl & Koesel in Krugzell bietet schon seit Dezember Corona-Tests für ihre Mitarbeiter, also lange vor der rechtlichen Verpflichtung. Und auch beim Impfen im Betrieb ist das Unternehmen ein Vorreiter: Am Freitag wurde 100 Mitarbeitern der Wirkstoff von Johnson & Johnson injiziert. „Ich bin stolz darauf, dass wir als eines von knapp 30 Unternehmen in Bayern für dieses Modellprojekt ausgewählt wurden“, sagte Geschäftsführer Ulrich Eberl. „Wir haben zahlreiche Anmeldungen aus allen Altersgruppen“, berichtete Personalreferentin Sarah Bartl – in Betrieben entfällt die Pflicht zur Priorisierung.

Homeoffice für viele Mitarbeiter nicht möglich

Testen und Impfen ist für Eberl eine wichtige Form des Gesundheitsschutzes, denn ein großer Teil der 265 Druckerei-Mitarbeiter kann nicht ins Homeoffice gehen. Zum Start waren der Vizepräsident des Landtags, Alexander Hold (Freie Wähler), und CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer in Krugzell.

Hold lobte, durch das Impfen in Betrieben würden „Inseln“ geschaffen, die Gefahr von Corona-Übertragungen am Arbeitsplatz sinke dadurch. Kreuzer sagte, die Betriebsärzte seien die dritte Säule der Impfstrategie neben den Impfzentren und den niedergelassenen Ärzten. Ab Juni stehe deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung als jetzt. Betriebsärzte sollen dann flächendeckend impfen dürfen, das erhöhe das Tempo.

Umsatzeinbußen im Katalog-Bereich

Ulrich Eberl hatte die Druckerei Koesel 2019 übernommen und mit seinem Immenstädter Betrieb zusammengelegt. In Krugzell werden nun Bücher und „werbeorientierte Produkte“ hergestellt, etwa Kataloge. Dieser zweite Bereich leidet deutlich unter den Lockdowns, zum Beispiel, weil keine Messen stattfinden. „Wir haben etwa 25 Prozent Umsatzverlust, fallen damit aber durch alle Raster staatlicher Förderprogramme“, beklagte Geschäftsführer Joachim Kühn.