Kommentar

Bei Lärm geht die Gesundheit vor

Südlich der Lenzfrieder Straße in Kempten sollen neun Doppelhäuser entstehen. Auf den Lärm von Autos und Motorrädern auf der nahegelegenen Autobahn würden manche aber lieber verzichten.

Südlich der Lenzfrieder Straße in Kempten sollen neun Doppelhäuser entstehen. Auf den Lärm von Autos und Motorrädern auf der nahegelegenen Autobahn würden manche aber lieber verzichten.

Bild: Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Südlich der Lenzfrieder Straße in Kempten sollen neun Doppelhäuser entstehen. Auf den Lärm von Autos und Motorrädern auf der nahegelegenen Autobahn würden manche aber lieber verzichten.

Bild: Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Stadträte müssen bei Bauprojekten viele Faktoren berücksichtigen. Aber das darf nicht auf Kosten der Menschen vor Ort gehen.

07.08.2020 | Stand: 16:25 Uhr

Lärm macht krank. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Seit 1998 wird der internationale Tag gegen Lärm in Deutschland jeweils im April begangen. Das Thema ist auch den Stadträten offensichtlich geläufig. Auf die lästigen Geräusche von der Autobahn Richtung Lenzfried würden manche liebend gern verzichten.

Niedrige Belastungen beeinträchtigen die Lebensqualität

Ungleich stärkerer Lärm geht von der Lenzfrieder Straße aus. Zumindest ein Teil der geplanten Doppelhäuser am Ortsrand wird davon eine gehörige Portion abbekommen. Zwar gelten erst Werte ab 70 Dezibel als gesundheitsschädlich. Doch viele Beispiele in der Region zeigen, dass schon niedrigere Belastungen die Lebensqualität beeinträchtigen können.

Wirtschaftliche Interessen, städtebauliche Faktoren und der Druck, Wohnraum zur Verfügung zu stellen – alles spielt in Entscheidungen zu Bauprojekten hinein.

Gesunde Wohnverhältnisse zu schaffen, genießt indes Priorität. Investoren muss dies ein Anliegen sein. Verwaltung und Stadträte müssen genau hinschauen.