Filmfestival in Kempten

Beim Festival "Filmzeit" gibt es noch Luft nach oben

"Lake of happiness" heißt der Film von Aliaksei Paluyan, der bei der Filmzeit in Kempten zum Sieger gekürt wurde.

"Lake of happiness" heißt der Film von Aliaksei Paluyan, der bei der Filmzeit in Kempten zum Sieger gekürt wurde.

Bild: Ralf Lienert

"Lake of happiness" heißt der Film von Aliaksei Paluyan, der bei der Filmzeit in Kempten zum Sieger gekürt wurde.

Bild: Ralf Lienert

Viele Sitze im Colosseum-Center sind leer geblieben. Warum die Jury einen Film aus Belarus zum Sieger wählte.
06.10.2020 | Stand: 19:00 Uhr

Erstmals fand das in Kaufbeuren beheimatete Autorenfilmfestival Filmzeit auch in Kempten und Immenstadt statt. Im Colosseum-Center gab es vier Tage lang 32 internationale Kurz-Spielfilme zu sehen, im Union Filmtheater an zwei Tagen elf Musikfilme. Insgesamt kamen 400 Besucher zu den Vorstellungen. „Diese Zuschauerzahlen sind natürlich nicht das, was wir uns erhofft haben. Aber in Anbetracht der aktuellen Lage sind wir sehr zufrieden“, sagt Festivalleiterin Birgit Kern-Harasymiw. Gleichwohl habe sie „viel positives Feedback“ erhalten. Das Festivalfinale steigt nun in Kaufbeuren mit Dokumentarfilmen (bis 11. Oktober).

Die Jury der „Filmzeit International“, der die in Kempten geborene Filmproduzentin Uschi Reich angehörte, kürte einstimmig „Lake of Happiness“ von Aliaksei Paluyan (Belarus) zum besten Spielfilm. Sie lobte die poetische Bildsprache, die herausragende Kameraführung und die Leistung der jungen Hauptdarstellerin. Der Regisseur will sein Preisgeld in die anstehende Oscar-Kampagne stecken. Der Publikumspreis (250 Euro), gestiftet von Kinofamilie Dietel-Sing, ging an den dreiminütigen Beitrag „Rosa“ von Tess Masero Brioso (Spanien). Die Jury der „Musik-Filmzeit“ in Immenstadt verlieh ihren Preis an den deutschen Beitrag „Bonbon Das Musical“ von Daniel Meier.