Freizeit in Kempten

Bikepark mitten in der Stadt soll vielseitig werden

Ein „Bikepark“ soll im Engelhaldepark entstehen. Während eines Workshops diskutieren die Teilnehmer darüber, wie die Freizeitanlage aussehen könnte. Schön wären auch Wettkämpfe dort.

Ein „Bikepark“ soll im Engelhaldepark entstehen. Während eines Workshops diskutieren die Teilnehmer darüber, wie die Freizeitanlage aussehen könnte. Schön wären auch Wettkämpfe dort.

Bild: Ralf Lienert

Ein „Bikepark“ soll im Engelhaldepark entstehen. Während eines Workshops diskutieren die Teilnehmer darüber, wie die Freizeitanlage aussehen könnte. Schön wären auch Wettkämpfe dort.

Bild: Ralf Lienert

In einem Workshop bringen Interessierte ihre Wünsche für eine neue Anlage im Kemptener Engelhaldepark vor. Meisterschaftsniveau hätten die Sportler gern.
Ein „Bikepark“ soll im Engelhaldepark entstehen. Während eines Workshops diskutieren die Teilnehmer darüber, wie die Freizeitanlage aussehen könnte. Schön wären auch Wettkämpfe dort.
Von Monika Rohlmann
13.02.2021 | Stand: 18:30 Uhr

Ein Pumptrack, also eine speziell gestaltete Mountainbikestrecke für viele, eine Jumpline für anspruchsvolle Biker und ein kleines Areal mit einem Laufradtrack für die Allerjüngsten – so in etwa stellen sich die Teilnehmer des Planungsworkshops den ersten Bauabschnitt im „Bikepark Engelhaldepark“ vor. Dabei sollte der Pumptrack nach Möglichkeit „wettkampftauglich“ sein, sagen Vertreter vom Deutschen Alpenverein (DAV) beziehungsweise der Bike-Initiative Kempten und vom RSC Kempten. Auch Martin Wördehoff, ehemaliger deutscher Radrennfahrer, Nationaltrainer und Disziplinchef Radsport im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und jetziger Lehrer am Hildegardis-Gymnasium, setzte sich für die Wettkampffähigkeit ein: „Das wäre doch toll, wenn solche Meisterschaften in Kempten stattfinden könnten.“ Jetzt liegt es an Landschaftsarchitekt Philipp Feldschmid und dem Tiefbauamt der Stadt Kempten sowie der Regierung von Schwaben, bis zum 15. März einen konkreten Plan plus Kostenaufstellung vorzulegen. Das sei „sportlich, aber machbar“, sagt Stefan Schlüter von der Stadt Kempten.

Für die Kleinen eher nicht geeignet

Zu Beginn des Online-Planungsworkshops stand noch die Idee von Pumptrack, Laufradtrack und Kids-Flowtrail im Raum. Letzterer fiel bei der Diskussion raus. Die Begründung: Es gibt in der Stadt bereits zwei Anlagen für Kinder und Einsteiger in den Sport – im Höfelmayrpark und am Aybühlweg, wobei der DAV-Bikegarden dem Schulneubau zum Opfer fallen wird. Die Planungen zum Trail am Mariaberg sind vor einiger Zeit ins Stocken geraten. Es wäre sinnvoll, nicht auf allen Bike-Anlagen das identische Angebot zu haben, sondern auf unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zu achten. Daher stieß statt dem Kids-Flowtrail die Jumpline auf Zustimmung.

340.000 Euro sind im Budget

Landschaftsarchitekt (und Biker) Philipp Feldschmid erläuterte den Workshop-Teilnehmern (von 13 bis über 50 Jahren) den aktuellen Stand und kann sich im zweiten Bauabschnitt auch eine Erweiterung um einen Scooterpark oder einen Übungsparcours vorstellen. Doch das sei „Zukunftsmusik“ und hänge auch mit dem Areal des Kletterturms zusammen. „Guckt, was ihr wollt. Es ist aber kein Wunschkonzert. Das Budget ist vorgegeben, das 4000 Quadratmeter große Areal auch“, sagte Feldschmid. Das Budget umfasse etwa 340.000 Euro, darin enthalten sei neben dem Bike-Park ein Beach-Volleyballplatz.

„Alles in allem ist der Engelhaldepark an der Stelle eine coole Location mit einer krassen Infrastruktur, mittendrin in der Stadt, mit Kletterturm, Toiletten und Parkgelegenheiten“, meldete sich ein Teilnehmer zu Wort. Aufgenommen wurde von Stefan Schlüter die Idee, den Gehölzbereich zwischen Parkplatz und AWO-Altenheim mit zu nutzen. Er werde sich mich mit dem Naturschutz und Forstamt in Verbindung setzen.“ Walter Ferstl vom RSC schlug vor, hier eine Cross-Country-Strecke zu integrieren, ohne einen Baum zu fällen.

Feste Station wünschenswert

Der RSC Kempten würde gern neben dem Kletterturm eine feste Station (Bauwagen oder Hütte) haben, um beispielsweise Material und Erste-Hilfe-Utensilien unterzubringen. Einen Sponsor gebe es bereits.

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Grünen-Stadträtin Gerti Epple fragte, wofür man so viele Parkplätze benötige, wenn die Nutzer doch mit Rädern unterwegs seien. Man fahre auch mit dem Auto zum Pumptrack nach Füssen, meinte ein junger Biker. Zur Anlage Engelhaldepark kämen sicher auch Biker aus der Umgebung mit dem Auto. Zur Parkplatzsituation sagte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann, dass die Parkplätze vor der Brücke benötigt würden. Hinter der Brücke könnte eventuell reduziert werden.

Über die endgültige Planung für die Regierung soll jetzt über die Homepage von Kempten-Ost informiert werden.

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