Altusried

Bischof Bertram Meier im Oberallgäu: Landvolkbewegung ein Garant für den Glauben

Die Vorsitzenden der Katholischen Landvolkbewegung Rita Fischer (rechts) und Albert Vögele (links) überreichten Bischof Bertram Meier eine Spende für die Hilfsfonds „Eine Welt“ und „Pro Vita“.

Die Vorsitzenden der Katholischen Landvolkbewegung Rita Fischer (rechts) und Albert Vögele (links) überreichten Bischof Bertram Meier eine Spende für die Hilfsfonds „Eine Welt“ und „Pro Vita“.

Bild: Sabine Verspohl-Nitsche

Die Vorsitzenden der Katholischen Landvolkbewegung Rita Fischer (rechts) und Albert Vögele (links) überreichten Bischof Bertram Meier eine Spende für die Hilfsfonds „Eine Welt“ und „Pro Vita“.

Bild: Sabine Verspohl-Nitsche

Diözesanbischof Meier würdigt die Mitglieder als Garanten dafür, dass der Glaube im Volk verwurzelt bleibt. Er feiert mit Gläubigen eine Andacht  in Altusried.

03.08.2020 | Stand: 19:19 Uhr

Der Dank von Bischof Dr. Bertram Meier galt an diesem Tag der Katholischen Landvolkbewegung (KLB): Vor der Walkenberger Bruder-Klaus-Kapelle bei Altusried stellte der Bischof fest: Sie garantieren mit, dass der Glaube im Volk verwurzelt bleibt“. Anstelle der traditionellen Fußwallfahrt nach Flüli, die wegen der Corona-Pandemie heuer nicht stattfand, hatte das KLB-Wallfahrtsteam um Bildungsreferentin Jutta Maier und Geschäftsführer Dieter Haschner eine Wallfahrt daheim organisiert. In einem Pilgerheft fanden die 140 angemeldeten Pilger Gebete, Lieder und Impulse. Zudem wurden an täglich wechselnden Orten Gottesdienste angeboten. Kurze Pilgerwanderungen führten jeweils zu einem der Bruder-Klaus-Orte.

Zahlreiche Gläubige feierten Andacht

Auf Altusrieder Gebiet führte Mesner Siegfried Bösele, der die Flüli-Wallfahrten seit vielen Jahren begleitet, zwei Fußgruppen von der Wallfahrtskirche im Gschnaidt nach Walkenberg zur Bruder-Klaus-Kapelle. Auf der Wiese vor von Bauern errichteten Kirchlein feierten sie mit zahlreichen weiteren Gläubigen eine Andacht. Darunter waren auch der Altusrieder Pfarrer Markus Mattes, Leiter der Pfarreiengemeinschaft, Pater Jakob Mukalel und der Ruhestandsgeistliche Josef Hoch. Mesnerin Engelberta Wurzer gab einen kurzen historischen Überblick über die aus Spendenmitteln gebaute Kapelle. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Alphornbläsern und einer Wallfahrer-Musikgruppe.

Ansprache über Wichtigkeit des Kreuzes

Bischof Dr. Bertram Meier ging in seiner Ansprache auf das Kreuz ein. Das Kreuz sei eine Brücke zwischen Himmel und Erde, es folge uns durch unser Leben. „Ohne Kreuz kommt die Kirche nicht aus und niemand kommt im Leben um es herum“, sagte der Bischof. Für ihn persönlich sei auch die Corona-Situation ein Kreuz, weil die wichtigen kirchlichen Feste nicht wie gewohnt gefeiert werden konnten.

„Das Kreuz knüppelt uns nicht nur, es will uns aufrichten“, betonte Bertram. Er erinnerte an seine Studienzeit in Rom, als er das Heimweh als sein persönliches Kreuz erfahren habe. Damals habe er beobachtet, wie eine Kletterpflanze am Kreuz emporgewachsen sei und das Licht gesucht habe, und ihm so Hoffnung gespendet habe. „Dass wir alle wie diese Pflanze einen Kletterkurs am Kreuz machen“ – so schlug Bertram den Bogen zur heutigen Zeit. An das Landvolk gewandet meinte der Bischof: Die Bewegung habe das Ohr an der Basis. Nicht jeder Same gehe auf, aber das Landvolk sollte weiter als Säfrau und Sämann tätig bleiben. Lesen Sie hier mehr über den ersten Besuch des neuen Bischofs in Oberstdorf.

Wallfahrt nach daheim verlegt

Die Patrone der Landvolkbewegung sind Niklaus von der Flü und seine Frau Dorothee. Seit mehr als 40 Jahren bietet die KLB jährliche Fußwallfahrten zu der Wirkungsstätte des heiliggesprochenen Schweizers an. Der geistliche Leitfaden für die heuer organisierte Wallfahrt daheim entstammt dem Meditationstuch des Bruders Klaus, das die Form eines Rades aufweist. Ausgehend vom Rahmen des Tuches machten sich die Interessierten auf den Weg zur Mitte mit dem Christusbild.