Die nächste Unterschriftensammlung

Bisher knapp 600 Unterschriften

Das im Oberallgäu geplante ÖPNV-Jahresticket für 100 Euro sollte auch in Kempten gelten, fordert ein Bündnis aus verschiedenen Gruppierungen. Dafür wirbt es seit zweieinhalb Wochen um Unterschriften und Mitstreiter. Knapp 600 Unterschriften kamen bislang zusammen, sagt der Initiator des Bündnisses, Rüdiger Dittmann.

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Von sho
16.12.2019 | Stand: 17:53 Uhr

Gesammelt wurde während des Klimastreiks Ende November, am Samstag an einem kleinen Stand an der Zentralen Umsteigestelle (ZUM) und im Freundeskreis. Zuletzt habe man sich aber vor allem darauf konzentriert, Unterstützer zu gewinnen. 18 Gruppen sind es mittlerweile(siehe Infokasten). Dittmann selbst ist Mitglied bei den Grünen, dem Bund Naturschutz, dem ADFC und dem Verkehrsclub Deutschland.

Nun hofft Dittmann, dass die beteiligten Organisationen fleißig sammeln. Ziel sei es, Nahverkehr und das 100-Euro-Ticket zum Wahlkampfthema zu machen. Bis kurz vor der Wahl sollen Unterschriften gesammelt und den neu Gewählten dann als Auftrag überreicht werden.

Zu dem Gespräch, um das Dittmann Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Landrat Anton Klotz gebeten hat, wollen sich diese mit ihm Anfang 2020 treffen.

Hintergrund der Initiative ist ein Beschluss des Oberallgäuer Kreistages, wonach im Kreis womöglich ab April der neue ÖPNV-Tarif gelten soll. Derzeit verhandelt der Landkreis mit der Bahn, die ebenfalls Teil des Angebots sein soll. Kempten allerdings weigert sich bislang, in den Tarif einzusteigen, und hegt Zweifel an der Finanzierbarkeit. Die Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu (Mona), bei der neben Kempten und dem Oberallgäu auch das Ostallgäu und Kaufbeuren Mitglied sind, untersuche derzeit mögliche Verbesserungen im Nahverkehr und den Tarifen. Oberbürgermeister Thomas Kiechle hält es für sinnvoller, diese Ergebnisse abzuwarten. Zumal ein Einheitstarif gemeinsam mit allen Mona-Partnern sinnvoller sei. Landrat Anton Klotz hat zuletzt einen späteren Start des Tarifs in Aussicht gestellt, wenn dafür auch die Stadt ins Boot geholt werden kann.