Kempten

Brainwalk in Kempten: Teilnehmer laufen gegen das Altern an

Mit Spiel und Spaß fit bleiben: Beim Brainwalk des Kemptener Kneippvereins im Engelhaldepark trainierten die Teilnehmenden Körper und Geist mit Körperübungen und Aufgaben wie Treppenzählen.

Mit Spiel und Spaß fit bleiben: Beim Brainwalk des Kemptener Kneippvereins im Engelhaldepark trainierten die Teilnehmenden Körper und Geist mit Körperübungen und Aufgaben wie Treppenzählen.

Bild: Naomi Rieger

Mit Spiel und Spaß fit bleiben: Beim Brainwalk des Kemptener Kneippvereins im Engelhaldepark trainierten die Teilnehmenden Körper und Geist mit Körperübungen und Aufgaben wie Treppenzählen.

Bild: Naomi Rieger

Der Kneippverein Kempten ist auf Tour im Engelhaldepark. Wie ein Brainwalk Symptome des Alters ablindern soll.

24.08.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Einen Brainwalk – also einen Lauf fürs Hirn – hat jüngst Angelika Schinko-Herb vom Kemptener Kneippverein im Engelhaldepark angeboten. Bei dem ersten Lauf seit dem Ausbruch der Pandemie gab es spielerische Übungen für den Körper wie für den Geist. Die Aufgaben waren aufgrund der Hygienebestimmungen abstandsgerecht und ohne Partner.

Zwischen Slacklinern, sich sonnenden Studierenden und neugierigen Hunden bewegten sich die Teilnehmer des Kennenlernkurses durch den belebten Park. Der Lauf war mit Übungen für die Koordination, das Gedächtnis, den Wortschatz und für die Konzentration gespickt.

Eine Aufgabe war zum Beispiel, sich beim Gehen einen Satz auszudenken, in dem jedes Wort mit dem Anfangsbuchstaben des eigenen Vornamens beginnt. Dabei kamen so schöne Sprüche wie „Martha macht manchmal müde Männer munter“ raus. Neben Körperübungen, welche laut Schinko-Herb auch den Geist stärken, sollten die Teilnehmer die Stufen einer langen Treppe zählen und sich dabei nicht ablenken lassen.

Methoden des Brainwalks auch in Altenpflege angewandt

„Das Gedächtnis trainieren“ war eines von Schinko-Herbs erklärten Zielen für den Brainwalk. Die Tourleiterin arbeitet eigentlich in der Altenpflege und wendet auch dort Methoden des Brainwalks an, zum Beispiel in der Arbeit mit Demenzkranken. Die Ertüchtigung, sagt sie, sei auch präventiv wichtig. So solle man nicht erst mit Übungen anfangen, wenn man bereits Beschwerden hat und „die Schnürsenkel nicht mehr binden kann“, sondern sich vorbeugend körperlich und geistig fit halten.

Schließlich atmeten die Teilnehmer noch mehrmals bewusst zusammen ein und aus („ein durch die Nase und aus durch den Mund“), bevor sie in die Abendsonne des Engelhaldeparks entlassen wurden.

Teilnehmerin und Vorsitzende des Kemptener Kneippvereins Ida-Anna Braun war zufrieden mit dem gut einstündigen Programm: „Wir haben uns draußen an der frischen Luft bewegt und Gemeinschaft auf Distanz erlebt“, resümiert sie. Ein anderer Teilnehmer wiederum fand die Übungen zu einfach.