Kempten

Das künstlerische Potenzial ausloten

Tanzherbst Kaija Klug kümmert sich beim Festival um die regionale Szene. Auf der Bühne stehen Schüler – und die Lehrer
07.10.2019 | Stand: 17:02 Uhr

Mit der kühleren Jahreszeit steht auch der Tanzherbst wieder vor der Tür. Neben internationalen Gruppen aus Israel, Frankreich, der Schweiz und Spanien gibt Kaija Klug auch der regionalen Tanzszene eine Plattform. Als künstlerische Leiterin für diese Sparte des Tanzherbstes, der am kommenden Samstag startet, hat sie zwei Formate geschaffen. Für den „Jungen Tanz Schwaben“ sind die Lernenden gefragt, für die „Tanzszene Schwaben“ die Lehrenden.

Den Anfang macht am Sonntag der „Junge Tanz Schwaben“ auf der großen Bühne des Stadttheaters. Für dieses Format mit dem Tanznachwuchs wurde in diesem Jahr das Thema „Artenvielfalt für ein gutes Klima“ ausgegeben. Kinder und Jugendliche zeigen unter professioneller Anleitung Choreografien zum Stichwort Klimaschutz. In diesem Jahr kommen Tanzgruppen unter anderem aus Memmingen (Tanz&Yoga Welt), Aitrach (Nadansia) und Kempten (Dynamic Dance Corporation und Tanz-AG des Linde-Gymnasiums).

Zudem machen das Kari-Tanzhaus und die Ausbildungsschüler der Schule für zeitgenössischen Tanz wieder ein Projekt mit einer Schule. Gemeinsam entwickeln sie mit der Tanzgruppe der Tom-Mutters-Schule unter der Leitung von Emanuela Haslach und Kaija Klug eine Choreografie. Musikalischer Ausgangspunkt für die Schüler des Förderzentrums der Lebenshilfe ist das Lied „Freitagsdemo“ von den Vivid Curls. Die beiden Musikerinnen aus Kempten werden den zweiten Teil des Abends live begleiten. Das Thema Artenvielfalt wird nicht nur tänzerisch ausgeleuchtet. Es gab auch einen Fotowettbewerb an allen weiterführenden Schulen. Unter den eingereichten Fotos wird die Gattin des Kemptener Oberbürgermeisters, Ulrike Kiechle, die sechs besten auswählen und ganz im Sinne der Nachhaltigkeit mit recycelten Pokalen prämieren.

Am Freitag, 18. Oktober, sind Tanzschulleiter und Tanzpädagogen aus ganz Schwaben aufgerufen, sich im Theater-Oben als Choreografen und Tänzer zu präsentieren. „Die Idee des Festivals ist ja, neue Kunst vorzustellen“, sagt Kaija Klug. „Uns liegt sehr am Herzen, dass die Dozenten nicht nur ihre Schule vorstellen, sondern sich mit künstlerischen Aspekten auseinandersetzen. Wir möchten das künstlerische Potenzial jedes einzelnen herauskitzeln.“

Das Interesse, in diesem Sinne zu arbeiten, nehme erfreulicherweise zu, konstatiert die Tanzpädagogin (Kari-Tanzhaus). Dementsprechend lang ist die Liste der Teilnehmer. Voraussichtlich achtzehn Solisten werden auf der kleinen Bühne im Stadttheater zeigen, was in ihnen steckt. Sie kommen aus Burgau, Schongau, Obergünzburg, aber auch aus Gießen, Berlin und Costa Rica. Auch das Interesse beim Publikum ist erfahrungsgemäß sehr hoch und die beiden Vorstellungen sind oft schnell ausverkauft.(haho)

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Mehr zum Programm des Tanzherbstes und über die internationalen Companys, die von 12. bis 19. Oktober auftreten, lesen Sie morgen auf der SeiteAllgäu-Kultur.