Dorfleben

Der Jugendtreff „Black Diamond“ in Waltenhofen braucht eine neue Leitung

Gemeinsames Kochen im „Black Diamond“.

Gemeinsames Kochen im „Black Diamond“.

Bild: Monika Rohlmann/moriprint (Archivbild)

Gemeinsames Kochen im „Black Diamond“.

Bild: Monika Rohlmann/moriprint (Archivbild)

Die langjährige Jugendpflegerin fällt derzeit aus. Wie es weitergeht, ist noch unklar. Die Gemeinde sucht dringend eine Vertretung.
13.01.2022 | Stand: 15:06 Uhr

Der Jugendtreff „Black Diamond“ ist fast schon eine Institution in Waltenhofen. Seit 2014 ist die Einrichtung der Offenen Jugendarbeit Anlaufstelle für die Jugendlichen im Dorf. Die zuständige Jugendpflegerin war von Anfang an dabei und hat das Angebot nach und nach ausgebaut. Doch sie fällt derzeit aus. „Vermutlich werde sie auch nicht zurückkehren“, sagte Bürgermeister Eckhard Harscher jüngst während einer Sitzung des Hauptausschusses des Gemeinderats. Er will nun schnellstmöglich klären, wie es für die Jugendlichen im Ort weitergeht.

Waltenhofen erhält keine Bewerbungen für Jugendtreff "Black Diamond"

Momentan könne die Stelle nur befristet ausgeschrieben werden – als Vertretung, erklärt Harscher. Ein erster Versuch, eine solche zu finden, sei gescheitert. „Wir haben keine Bewerbungen bekommen.“ Der Personalmarkt im sozialen Bereich sei abgegrast, sagt der Bürgermeister. Damit kämpften derzeit ja viele Einrichtungen. Die Gemeinde will die Stelle nun ein weiteres Mal ausschreiben. (Lesen Sie auch: Kann der Dorfladen Niedersonthofen in die Alte Schule umziehen?)

Aufgrund der Corona-Pandemie war der Jugendtreff während der vergangenen zwei Jahre ohnehin oft geschlossen. Konnten die Räume im Untergeschoss der Raiffeisenbank im Dorfzentrum doch geöffnet werden – wie zuletzt von Juni bis Dezember – kümmerte sich eine junge Frau nebenberuflich um das Programm.

Stundenweise Programm im Jugendtreff

Beispielsweise fand im August ein Märchenabend vor dem Rathaus statt – mit Märchenstunde und Bastelangebot. Und auch über soziale Netzwerke wird der Kontakt zu den Jugendlichen gehalten. Eine Erzieherin, die Sozialpädagogik studiert, stehe außerdem für Projektarbeit zur Verfügung, sagt der Bürgermeister. Aber es fielen eben auch Arbeiten an, die eine Jugendpflegerin oder ein Jugendpfleger machen muss.

Harscher hofft deshalb auf geeignete Bewerber und Bewerberinnen. Er will den Jugendtreff schnellstmöglich wieder öffnen. „Wir dürfen nicht Gefahr laufen, dass uns das, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, hinten runterfällt.“ Deshalb will er sich mit den beiden Frauen zusammensetzen und besprechen, wie es weitergehen kann. Unter anderem brauche es auch ein Hygienekonzept, um den Betrieb wieder aufnehmen zu können.

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