Kommentar zum Kemptener Fahrrad-Ziel 2030

Die CSU hat mit einem ohnehin laschen Ziel ein Problem. Ist es nur Ignoranz?

Bild: Ralf Lienert

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Unser Autor findet: Die CSU braucht sich nicht zu wundern, wenn ihr vorausdenkende Menschen den Rücken kehren.
11.08.2021 | Stand: 05:29 Uhr

Warum stellen sich CSU-Stadträte im Mobilitätsausschuss immer wieder gegen zukunftsorientierte Schritte? Selbst die Staatsregierung ist da weiter.

Vor einem Jahr sagte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Unser Ziel ist es, dass bis 2025 bayernweit 20 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.“ Ministerpräsident Markus Söder bekräftige das vor Kurzem.

Kempten will sich ein lascheres Ziel setzen, doch selbst damit hat die CSU wieder einmal ein Problem. Gegen die konkrete Zielvorgabe zur Zukunft des Radverkehrs in Kempten stimmten drei CSU-Stadträte – gegen „ihren“ Oberbürgermeister und alle anderen im Ausschuss. Im Mai lief es beim Beschluss, in der Bahnhofstraße eine Umweltspur anzulegen, ebenso.

Da braucht sich die Partei nicht zu wundern, wenn ihr vorausdenkende Menschen den Rücken kehren. Beim Blick auf den Klimawandel und die immer stärkeren Probleme fragt man sich: Ist es nur Ignoranz oder ist es ernster?

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