Umwelt

Die Geschäfte sind zu - da helfen nachhaltige Weihnachten

Ein Strohstern ist eine nachhaltige Alternative zum Baumschmuck aus Plastik.

Ein Strohstern ist eine nachhaltige Alternative zum Baumschmuck aus Plastik.

Bild: Ulla Trampert

Ein Strohstern ist eine nachhaltige Alternative zum Baumschmuck aus Plastik.

Bild: Ulla Trampert

Der Bund Naturschutz erklärt, wie man im Lockdown mit selbst gemachten Geschenken, kreativem Baumschmuck und einer anderen Freizeitgestaltung die Kurve kriegt.
17.12.2020 | Stand: 15:00 Uhr

Weihnachten steht vor der Tür. Doch nicht jeder hat schon alle Geschenke samt Weihnachtsbaum besorgt. Und der Lockdown mit vielen nun geschlossenen Geschäften macht es jetzt nicht wirklich leichter. Das Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) vom Bund Naturschutz hat einige Tipps zusammengestellt, wie man dennoch ein schönes Weihnachtsfest vorbereiten kann – und das sogar nachhaltiger.

  • Geschenke: Sie sind für viele Menschen ein großes Thema in der Weihnachtszeit. Wer hier noch Bedarf hat – schön und nachhaltig kann es sein, gemeinsame Aktionen zu verschenken. „Zeit statt Geld“ lautet da die Devise. Wer lieber ein richtiges Päckchen überreichen möchte, findet in selbst gemachten Geschenken eine Alternative. Schon durch den Verzicht auf Plastik und Palmöl sind diese Geschenke nachhaltiger. Möglichkeiten gibt es verschiedenste. Da ist beispielsweise das Upcycling, bei dem man auch scheinbar nutzlose Abfallprodukte aufwertet. Anregungen dazu finden sich auf der NEZ-Internetseite: etwa Bienenwachstücher, Kerzengießen und selbst hergestellte Rasiercreme.
  • Verpackung: Geschenke lassen sich auch in Pack- oder Zeitungspapier schön verpacken. Am besten verwendet man laut Bund Naturschutz recyceltes Papier (beispielsweise mit dem Label „Blauer Engel“). Wer für dann auch noch statt Klebeband eine Schleife benutzt, kann beides mehrmals verwenden.
  • Weihnachtsbaum: Die Alternative zu einem herkömmlichen Weihnachtsbaum aus konventionellen Plantagen ist ein Bio-Weihnachtsbaum oder ein Weihnachtsbaum aus der Region. Eine Liste mit Verkaufsstellen von Bio-Weihnachtsbäumen findet sich im Internet beim Bund Naturschutz Bayern.
  • Beleuchtung: Es lohnt sich auf LED-Lichterketten umzusteigen. Diese verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als die herkömmliche Variante. Wer für stimmungsvolles Licht lieber auf Kerzen setzt, sollte darauf achten, Kerzen ohne Paraffin (Erdöl) oder Stearin (Palmöl) zu verwenden.
  • Baumschmuck: Das Schmücken des Weihnachtsbaumes ist in vielen Familien Tradition. Baumschmuck der nach den Feiertagen in die Kategorie Sondermüll fällt, sollte man jedoch vermeiden. Viele haben jetzt Zeit, selbst kreativ zu werden. Selbstgemachte Sterne aus Stroh oder Papier, Tannenzapfen, getrocknete Äpfel, Sterne aus Orangenschalen, Lebkuchen und Anhänger aus Holz oder Pappe – die Liste der möglichen Alternativen ist schier endlos.
  • Freizeit-Tipps: Kinos, Museen und andere organisierte Veranstaltungen fallen vorerst aus. Das Naturerlebniszentrum Allgäu macht deutlich, dass es auch im Winter viel zu entdecken und zu tun gibt: Wer kennt schon die wichtigsten Tierspuren im Schnee oder hat schon selbst Meisenknödel gemacht? Immer wieder neue Tipps zum Mit- und Nachmachen für Familien und Kinder finden sich auf der Internetseite des NEZ.