Kempten

Ehrenamtlich tausende Christbäume gesammelt

Christbaum Sammel Aktion

Christbaum Sammel Aktion

Bild: Peter Hausner

Christbaum Sammel Aktion

Bild: Peter Hausner

70 Helfer sind am Samstag in der Stadt unterwegs. Spendenhöhe liegt aktuell bei 2500 Euro
15.01.2021 | Stand: 18:02 Uhr

Einen ausgedienten Christbaum zum Auto tragen, hineinzwängen und auf dem Wertstoffhof wieder herauszerren, kann ganz schön anstrengend sein – und verbraucht Sprit. Das dachte sich einst auch der heutige Duracher Bürgermeister Gerhard Hock und rief die Christbaum-Sammelaktion in der Stadt ins Leben. 29 Jahre ist das jetzt her. Heuer war Hock wieder mit 70 ehrenamtlichen Helfern unterwegs, um tausende Bäume am Straßenrand einzusammeln.

Bereits am Freitag haben Helferteams 25 Sammelplätze verschiedener Hausverwaltungen angefahren. Dort fielen in der Regel sehr viele Bäume auf einmal an, erklärt Hock. „Am Samstag wären die Sammler damit überfordert.“ Weit über 1000 Tannen und Fichten sind allein dabei angefallen.

Vergangenes Jahr hatte die Sammelaktion wegen des vielen Schnees zunächst abgesagt werden müssen. Als die Witterung es später zuließ, machten sich die Teams schließlich auf den Weg. Im Vergleich zu den Vorjahren war die Spendenbereitschaft zwar etwas zögerlich gewesen. Doch schlussendlich kamen 9500 Euro zusammen – sogar 2000 Euro mehr als noch 2018. Derzeit betrage die Spendensumme 2500 Euro. Für Hock ist das noch kein Grund zur Sorge: „Der große Schwung kommt, wenn die Sammlung durch ist.“ Um die 7000 Christbäume waren pro Jahr immer angefallen. Der Bürgermeister rechnet auch heuer wieder mit einer ähnlichen Zahl.

Damit die Sammlung reibungslos ablaufen konnte, habe es im Vorfeld Gespräche mit der Verkehrspolizei gegeben. Denn die sieht es nicht gern, wenn die Ehrenamtlichen während der Fahrt auf der Ladefläche der Sammelfahrzeuge stehen. Dieses Jahr seien die Helfer deshalb vor Ort geblieben, während der Fahrer eine Fuhre zur Häckselanlage brachte, erklärt Hock.

Was den Bürgermeister jedes Jahr aufs Neue motiviert, die Aktion auf die Beine zu stellen? „Man kann mit relativ geringem Aufwand Spenden generieren und damit hilfsbedürftigen Menschen helfen.“ Zwei bis drei Tage etwa dauert die Organisation der Sammlung.

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Mancher Autofahrer habe am Samstag wenig Geduld bewiesen, wenn die Straße während des Einsammelns kurzzeitig blockiert war. Nichtsdestotrotz komme die Aktion gut bei der Bevölkerung an. Dieses Jahr sei besonders auffällig gewesen, dass von vielen Passanten Zuspruch kam, sagt Hock. Entweder mit einem nach oben gereckten Daumen oder ganz direkt: „Das ist super, was ihr da macht.“