Kempten

Ein bisschen Festwoche in kleinen Kreisen

Ein bisschen Festwoche muss dann doch sein, dachten sich viele junge Leute am Wochenende. Also rein in Dirndl und Lederhose, dazu ein Prost auf ... das Leben eben.

Ein bisschen Festwoche muss dann doch sein, dachten sich viele junge Leute am Wochenende. Also rein in Dirndl und Lederhose, dazu ein Prost auf ... das Leben eben.

Bild: Ralf Lienert

Ein bisschen Festwoche muss dann doch sein, dachten sich viele junge Leute am Wochenende. Also rein in Dirndl und Lederhose, dazu ein Prost auf ... das Leben eben.

Bild: Ralf Lienert

Auf Dirndl und Lederhose wollen viele nicht verzichten. Festbier und Patenwein munden bei Verköstigungen.
09.08.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Was hätte das für ein Auftakt sein können für die 71. Festwoche: Traumwetter und laue Abende brachte das Wochenende, an dem Eröffnung gefeiert worden wäre. Wäre, wenn und hätte – tatsächlich bewegen sich die Menschen wegen der Corona-Pandemie heuer anders durch die fünfte Kemptener Jahreszeit. Es gelten Abstandsgebote und Maskenpflicht in vielen Bereichen. Ganz ohne Festwochen-Gefühl wollen viele dennoch nicht sein. Und so wurde am Wochenende auch vielfach die Tracht ausgeführt.

Dazu passend haben einige Wirte besondere Angebote geschaffen. Ausgebucht waren die Gartenplätze des Parktheaters. Und nebenan im Künstler-Café sah man zeitweise sogar Gruppen auf den Bierbänken – „Atemlos durch die Nacht“ und das „Fliegerlied“ auf den Lippen.

Die „Eisenkeilerei“ spielte Samstagmittag im Stadtpark. Das Sextett besteht aus Mitgliedern der Stadtkapelle Kempten „Eigentlich würden wir jetzt um 12 Uhr den Zug der Ehrengäste über den Wochenmarkt auf das Festgelände anführen“, sagten sie. Viele Passanten beklatschten den Auftritt im Stadtpark.

Wein aus der Partnerstadt

Nach der Eröffnung der Kunstausstellung im Residenzhof schenkte die Dürkheimer Stadträtin Gisela Hoffmann im kleinen Kreis gekühlten Patenwein ein. In der Pfälzer Partnerstadt gibt es seit 20 Jahren einen Kemptener Weinberg. Die Verbindung der Städte geht auf die Festwoche im Jahr 1951 zurück, als die Dürkheimer Wein nach Süden lieferten und sich die Kemptener mit Käse für den Dürkheimer Wurstmarkt revanchierten. Das größte Weinfest der Welt fällt in diesem Jahr ebenfalls aus. Dafür machen die Familien der 20 000-Einwohner-Stadt am 12.  September viele kleine private Hoffeste.