Am Abend ausgebüxt

Ende Gelände: Für diese Jungrinder ist der Ausflug durch Kempten vorbei

Kempten- tierischer EInsatz für die Polizei in Kempten - sie fingen zehn entlaufe Schumpen ein und organisierten zusammen mit der Landwirtsfamilie die sichere Heimkehr - hier an der Kreuzung Aybühlweg - Johann-Schütz-Straße

Erstmal hinters Absperrband, dann zurück in den Stall: Zusammen mit der Landwirtfamilie fingen Polizisten die entlaufenen Jungrinder wieder ein.

Bild: Ralf Lienert

Erstmal hinters Absperrband, dann zurück in den Stall: Zusammen mit der Landwirtfamilie fingen Polizisten die entlaufenen Jungrinder wieder ein.

Bild: Ralf Lienert

Als ob die vielen Ausflügler nicht genug gewesen wären: Die Kemptener Polizei musste sich am Montagabend auch noch um ausgebüxte Jungrinder kümmern.

01.06.2020 | Stand: 21:52 Uhr

Tierisches Spektakel unter den Augen von vielen Schaulustigen: Am Pfingstmontag wurde die Polizei in Kempten zu einer Herde entlaufener Jungrinder gerufen. Die zehn Schumpen hatten sich von ihrer Weide im Lugemannsweg im Kemptener Westen zum Café am Stadtweiher aufgemacht. Anwohner verständigten von dort aus gegen 19.15 Uhr die Polizei. Erst eineinhalb Stunden später, gegen 20.45 Uhr, waren die Tiere wieder eingefangen.

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Tierischer Einsatz für die Polizei am Montagabend

Doch erst einmal liefen die Jungrinder schnurstracks weiter und trotteten zur Kirche St. Franziskus. Den vier Polizeibeamten gelang es, die Tiere an der Kreuzung Aybühlweg/Johann-Schütz-Straße zusammenzutreiben. „Das war nicht einfach“, sagte einer der Männer. „Wir brauchten einen Platz, wo wir sie zusammenhalten konnten.“ In einem Vorgarten, der notdürftig mit Absperrband umzäunt wurde, endete schließlich der Schumpen-Ausflug.

Schumpen laufen durch Kempten: Per Viehtransporter geht es in den Stall

Zwischenzeitlich hatte die Polizei die Landwirtsfamilie ausfindig gemacht, der die Jungrinder gehören. Zusammen bugsierten sie die Tiere vorsichtig in einen Viehtransporter. Zwei Fuhren seien nötig gewesen, um sie zurück in den Stall zu bringen, sagte der Beamte. In der Region um Kempten komme so etwas immer mal wieder vor – allerdings selten im Stadtgebiet. „Es war ein Einsatz wie jeder andere.“ Er und seine Kollegen hätten in erster Linie im Blick gehabt, dass die Schumpen nicht auf die Straße springen. Nicht der einzige tierische Ausflug der letzten Tage. Auch in Buchloe ging eine Kuh-Herde auf Wanderschaft.