Kreative Jugend

Escape-Spiel entwickelt: Kemptener Schüler gewinnen Medienpreis

Jugendliche vom Jugendzentrums Thingers haben mit ihren Escape-Room-Spielen einen Preis gewonnen.

Jugendliche vom Jugendzentrums Thingers haben mit ihren Escape-Room-Spielen einen Preis gewonnen.

Bild: Christian Seitz

Jugendliche vom Jugendzentrums Thingers haben mit ihren Escape-Room-Spielen einen Preis gewonnen.

Bild: Christian Seitz

Junge Tüftler aus Kempten machen mit Escape-Game ersten Platz in ihrer Altersgruppe.
16.11.2020 | Stand: 17:51 Uhr

Schüler aus Kempten haben für ihren digitalen Knobelkoffer beim Deutschen Multimediapreis „mb21“ den Hauptpreis in ihrer Altersgruppe erhalten. Mit ihrem „Escape Investigate – Baue ein Escape Game“ haben 16 junge Menschen des Jugendzentrums Thingers in Kempten über ein Jahr lang drei mobile Team-Spiele mit verschiedenen Geschichten entwickelt. Die Rätsel sind in jeweils einem Koffer verstaut und können so jederzeit und überall gelöst werden.

„Wir sind von den Koffern, die vor allerlei Elektronik, Rätseln und Geschichten strotzen, fasziniert und natürlich begeistert vom Durchhaltevermögen der Jugendlichen bei der Spiel-Entwicklung“, begründet die Wettbewerbs-Jury ihre Entscheidung. Der Hauptpreis in der Altersgruppe elf bis 15 Jahre ist mit einem Preisgeld von 1000 Euro verbunden.

Die Kemptener Jugendlichen mussten auch Geschick beweisen, um ihre Escape-Spiele zu erstellen

Die Idee zu den Spielkoffern hatte Medienpädagoge Christian Seitz vom Jugendzentrum Thingers. Nachdem er sie an fast allen Schulen in Kempten vorgestellt hatte, konnten sich die Schüler bewerben. Das Projekt unterstützten der Stadtjugendring sowie die Telekom-Stiftung. Seitz holte Felix Orth ins Boot, der in der Bäckerstraße den „Room of Secrets“ betreibt.

Orth lieferte nicht nur LEDs und Steuerelemente für die Technik in den Koffern, sondern half auch, Rätsel flüssig in die Geschichten einzufügen. Auch handwerkliches Geschick war gefragt: Die Schüler mussten zum Beispiel passgenau eingefräste Platinen und selbst entworfene Bauteile aus dem 3-D-Drucker herstellen.

Der Deutsche Multimediapreis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Landeshauptstadt Dresden gefördert.