American-Football

Frankfurter Spieler positiv getestet: Comets sagen Auswärtsspiel ab

Das Archiv-Bild aus 2017 zeigt in blau Cedric Townsend gegen Frankfurt.

Das Archiv-Bild aus 2017 zeigt in blau Cedric Townsend gegen Frankfurt.

Bild: Ralf Lienert

Das Archiv-Bild aus 2017 zeigt in blau Cedric Townsend gegen Frankfurt.

Bild: Ralf Lienert

Das für Samstag um 16 Uhr geplante Spiel der American-Football-Bundesliga zwischen Frankfurt Universe und den Allgäu Comets ist abgesagt worden.
24.07.2021 | Stand: 14:51 Uhr

Bis tief in die Nacht hinein hatten die Comets-Verantwortlichen telefoniert und verhandelt, ob sie die Auswärtsfahrt um 6.30 Uhr in die Main-Metropole antreten sollen oder nicht. Am Freitagabend hatte sie die Nachricht erreicht, dass ein Frankfurter Spieler positiv auf Corona getestet wurde. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt im Oberallgäu haben sich die Comets entschieden, das Spiel gegen Universe nicht zu bestreiten. „Wir müssen und wollen jegliches Risiko einer Ansteckung vermeiden“, begründete Vorsitzender Adi Hölzli die Spielabsage von Seiten der Gäste.

Information über infizierten Spieler erreicht Comets erst spät

Verwundert äußert sich Hölzli darüber, dass die Information nur aus den Reihen der Frankfurter Mannschaft und sehr spät kam, nachdem der betreffende Spieler wohl schon am Mittwoch einen positiven Schnelltest bekommen hatte. Schließlich bestehe ja die Gefahr, dass der infizierte Spieler unter der Woche im Training weitere Kollegen hätte anstecken können.

Über die Wertung bzw. Neuansetzung des Spiels konnte Hölzli noch keine Auskunft geben. Dazu müssten erst Gespräche mit den Frankfurter Verantwortlichen, dem Verband und dem GFL-Liga-Obmann geführt werden. „Wichtig war uns, unsere komplette Mannschaft und die Betreuer und Betreuerinnen vor einer möglichen Infektion zu schützen. Dazu blieb uns nur die Möglichkeit, auf die Fahrt nach Frankfurt zu verzichten“, unterstrich Hölzli im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung.

Spielabsage sorgt für massive Kritik in sozialen Netzwerken

In den sozialen Netzwerken gibt es inzwischen massive Kritik an der kurzfristigen Absage aus Kempten. Angeheizt wird die Debatte von Petra Rüdiger, der Teammanagerin von Frankfurt Universe, die über Facebook schreibt: „Ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Wir hatten uns strikt an die Vorgaben des DOSB und AFVD gehalten. Der betroffene Spieler ist schon seit Dienstag in Quarantäne. Alle anderen Spieler, Staff-Mitglieder und Coaches wurden zweimal negativ getestet und sollten heute ein drittes Mal von einem unabhängigen Testzentrum getestet werden. Die Absage von Euch über Facebook zu erfahren, kann ich noch weniger nachvollziehen. Schade, wir hatten uns auf ein nettes Spiel mit netten Gästen gefreut.“

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