Amateurfußball

Der FC Kempten setzt auf die Jungen

Co-Trainer Thomas Rathgeber (links) und Chef-Trainer Matthias Jörg (rechts) führen ihre junge Mannschaft durch die Landesliga-Saison.

Co-Trainer Thomas Rathgeber (links) und Chef-Trainer Matthias Jörg (rechts) führen ihre junge Mannschaft durch die Landesliga-Saison.

Bild: Walter Brugger

Co-Trainer Thomas Rathgeber (links) und Chef-Trainer Matthias Jörg (rechts) führen ihre junge Mannschaft durch die Landesliga-Saison.

Bild: Walter Brugger

FC Kempten eröffnet die Landesliga-Saison gegen FC Ehekirchen. Was die Spielertrainer Matthias Jörg und Thomas Rathgeber mit ihrem jungen Team erreichen wollen.
22.07.2021 | Stand: 16:05 Uhr

Die sechste Saison in Folge ist Spielertrainer Matthias Jörg (38) nun schon beim FC Kempten. Als der Ex-Profi damals die Arbeit beim Fußball-Landesligisten aufnahm, stand er vor einem eher traurigen Gebilde, das sich Kader nannte. Mit seinen Verbindungen, die er sich im Laufe der Jahre erarbeitet hatte, brachte es Jörg fertig, einen ligatauglichen Kader aus dem Boden zu stampfen. Ohne Jörg wäre der FCK damals wohl einmal mehr in ein tiefes, sportliches Loch gefallen.

Inzwischen hat sich der Verein in der Landesliga etabliert, große Sprünge sind aber nicht drin. Vor dem Saisonstart am heutigen Freitag (18.45 Uhr) im Illerstadion gegen den FC Ehekirchen gilt, was auch schon in den vergangenen Jahren in fester Regelmäßigkeit der Fall war: Jörg baut auf die Jugend, auf junge Spieler in seinem Kader. Alternativen gebe es beim Traditionsverein mangels finanzieller Stärke nicht. Daran hat sich Ex-Profi Jörg gewöhnt, für ihn ist es der Normalzustand. „Wir haben eine saujunge Mannschaft. Mal wieder. Aber wir gehen unseren Weg mit ihnen. Sie sind willig“, sagt er. Ob dies auch in dieser Saison wieder zum Klassenerhalt reichen wird?

Matthias Jörg und Thomas Rathgeber alternativlos beim FC Kempten

Jörg ist überaus zuversichtlich. „Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, gibt er aus. Dabei werden ihm als Spielertrainer und Ex-Profi Thomas Rathgeber (35) als spielendem Co-Trainer die Rollen zukommen, das junge Team zu führen. „Die Routiniers sind Opas“, sagt Jörg lachend. „Fast schon zu alt“, fügt er an. Wie es aussieht, sind die beiden aber alternativlos – noch.

„Besser wäre es, sagen wir mal, ein 30-Jähriger würde das übernehmen.“ Doch dieser ist nicht in Sicht. Jörg: „Thomas ist ein wichtiger Mann für den FCK und für mich. Als ich den A-Schein gemacht habe, habe ich gelernt, wie wichtig es ist, einen kompetenten Co-Trainer zu haben, der den Chef-Trainer auch mal auf Fehler aufmerksam macht. Wir ergänzen uns hervorragend.“

Jörg steht verletzungsbedingt nur an der Seitenlinie

Das Trainer-Duo wird wohl zum Auftakt nicht gemeinsam auflaufen. Jörg hat sich im letzten Testspiel beim VfL Denklingen (2:0) einen Muskelfaserriss zugezogen. „Das wird wohl nichts“, sagt Jörg. Dort hatte er weitgehend die Elf spielen lassen, die gegen Ehekirchen auf dem Platz stehen wird. Namen verrät Jörg nicht. Nur so viel: „Wir wollen Pressing spielen“

Durchwachsene Vorbereitung

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Jörg will auch das nützen, was er versucht habe, mit seinem Team in der Vorbereitung umzusetzen: „Die Mannschaft in Taktik, Technik, Passspiel und Schnelligkeit einen Schritt nach vorne bringen“, so Jörg zur Vorbereitungszeit, die unter anderem ein 0:3 beim Kreisligisten FC Wiggensbach beinhaltete. „Die Ergebnisse sind weniger wichtig“, relativiert Jörg, der unter anderem auf Verteidiger Daniel Betz (verletzt) und Neuzugang Blaku Leart (nicht spielberechtigt) verzichten muss.

Was auf den FCK zukommen wird, „ist nach dieser langen Pause schwer zu sagen. Ich schätze die Aufsteiger Gersthofen und Aystetten stark ein“, so Jörg. Gegen Ehekirchen gilt es, etwas gutzumachen. Am 26. Oktober 2019 hieß es zu Hause 0:1.

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