Album der Aufsteiger

Ein wilder Haufen von 39 Spielern: Das Erfolgsrezept des TSV Altusried II

Fußball Meisterschaftsfoto TSV Altusried II

Altusrieder Aufstiegsjubel: Auf die kommende Fußball-Saison freuen sich (hinten von links) Markus Würsig, Christoph Lewerenz, Jakob Mayer, Roland Burger, Patrick Kiechle, Korbinian Schilling, Christoph Schilling, Patrick Burger, Florian Weixler, Marcel Bodenmüller, Lars Top, Joshua Gaismayr, Florian Eberz, Ex-Vorsitzender Georg Unglert sowie (vorne von links) Vorstand Andreas Peter, Moritz Hoppe, Niklas Burger, Michael Müller, Christoph Müller, Marcel Rieblinger, Pascal Brause, Trainer Wolfgang Willer, Co-Trainer Thomas Rauh, Mario Fischer, Peter Roggors, Tobias Daiber, Fabian Seybold, Andreas Henkel, Nico Zeithaml, Marco Difilippo, Alexander Heinke und Fabio Difilippo. Es fehlen Robin Fischer, Jakob Reiser, Patrick Eutermoser, Timo Gast, Johannes Albrecht, Daniel Brause, Hannes Baumgartner, Tobias Nickert, Arnold Paulsen, Julian Rieblinger, Roland Haggenmüller und Christoph Kiechle.

Bild: Dirk Klos

Altusrieder Aufstiegsjubel: Auf die kommende Fußball-Saison freuen sich (hinten von links) Markus Würsig, Christoph Lewerenz, Jakob Mayer, Roland Burger, Patrick Kiechle, Korbinian Schilling, Christoph Schilling, Patrick Burger, Florian Weixler, Marcel Bodenmüller, Lars Top, Joshua Gaismayr, Florian Eberz, Ex-Vorsitzender Georg Unglert sowie (vorne von links) Vorstand Andreas Peter, Moritz Hoppe, Niklas Burger, Michael Müller, Christoph Müller, Marcel Rieblinger, Pascal Brause, Trainer Wolfgang Willer, Co-Trainer Thomas Rauh, Mario Fischer, Peter Roggors, Tobias Daiber, Fabian Seybold, Andreas Henkel, Nico Zeithaml, Marco Difilippo, Alexander Heinke und Fabio Difilippo. Es fehlen Robin Fischer, Jakob Reiser, Patrick Eutermoser, Timo Gast, Johannes Albrecht, Daniel Brause, Hannes Baumgartner, Tobias Nickert, Arnold Paulsen, Julian Rieblinger, Roland Haggenmüller und Christoph Kiechle.

Bild: Dirk Klos

Freud und Leid liegen beim TSV Altusried nah beieinander. Während die erste Mannschaft aus der Kreisliga absteigt, steigt die Reserve in die A-Klasse auf.
06.08.2021 | Stand: 15:23 Uhr

Bei der Bestellung der Meister-T-Shirts traute Wolfgang Willer, der Trainer des TSV Altusried II, seinen Augen kaum. 39 T-Shirts sollten geliefert werden – denn genau so viele Spieler hatte der TSV Altusried II in der wegen Corona abgebrochenen Doppelsaison 2019/2021 eingesetzt. Alle 39 Akteure hatten ihren Anteil am Wiederaufstieg in die A-Klasse.

Dort hatte die Altusrieder Reserve zuletzt bereits von 2017 bis 2019 gespielt. „Es gab keine zwei Spiele hintereinander, in denen wir mit derselben Aufstellung gespielt haben“, sagt Willer. Die vielen eingesetzten Spieler – der Stamm der zweiten Mannschaft, dazu einige Spieler aus der ersten Mannschaft und aus dem AH-Team – sind für Willer Beweis einer „riesigen Teamleistung.“

Das zeichnet den TSV Altusried aus

Gerade in Altusried werde der Zusammenhalt zwischen den unterschiedlichen Mannschaften des Vereins stark gelebt. Beispielsweise haben sich die Spieler der ersten Mannschaft trotz des Abstiegs aus der Kreisliga mit den Jungs der „Zweiten“ über deren Aufstieg gefreut.

  • Saison: Im Mittelpunkt des Aufstiegrennens in der B-Klasse 4 stand das Duell mit dem VfB Durach III. „Auch sie haben absolut das Niveau für die A-Klasse“, sagt Willer. Die junge Duracher Mannschaft blieb sogar ungeschlagen, erzielte die meisten Tore (70) und kassierte die wenigsten Gegentore (elf). Zwei Remis des VfB sorgten letztlich für den entscheidenden Vorsprung der Altusrieder. Das direkte Duell endete Unentschieden (2:2). „Wir waren bis zur 85. Minute 0:2 hinten. Dann kam Andi Henkel mit seinem Doppelpack“, erzählt Willer. Das spielerische Niveau in der B-Klasse sei nicht allzu hoch gewesen, dennoch habe seine Mannschaft auch im Training gut gearbeitet und sich letztlich mit dem Aufstieg belohnt. Bemerkenswert: Die Altusrieder gewannen alle neun Auswärtsspiele.

  • Trainer: Seit sieben Jahren ist Wolfgang Willer (Spitzname: „Pistole“) Trainer der TSV-Reserve. Er stand auch schon beim Aufstieg 2017 an der Seitenlinie und nimmt nun nochmal das Abenteuer A-Klasse in Angriff. „Ich hatte mir auch schon überlegt, aufzuhören. Aber mit einer Corona-Saison will kein Fußballer abtreten“, sagt der 55-Jährige, der auch die Zusammenarbeit mit Roland Burger, dem Coach der ersten Mannschaft, lobt.

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  • Stützen: Ausschlaggebend für den Aufstieg war neben Torgaranten wie Andreas Henkel (14 Saisontore), Marcel Bodenmüller (zwölf) und Christoph Müller (zehn) die stabile Defensive (16 Gegentore in 16 Spielen). „Darauf habe ich großen Wert gelegt“, sagt Willer. FC Bayern-Fan Henkel hatte sich überlegt, kürzerzutreten – auch, um wieder mehr Zeit für andere Hobbys zu haben. „Ich habe zuletzt immerhin ein paar Spiele der FCB-Amateure gesehen, ein Stadion-Besuch bei den Profis ist auf jeden Fall geplant“, sagt Henkel. Das erneute „Abenteuer A-Klasse“ nimmt der 29-Jährige mit etwas Zurückhaltung in Angriff. „Es wird eine Herausforderung.“

  • Meisterfeier: Die großen Feierlichkeiten blieben nach dem Saisonabbruch wegen Corona aus. Eine Woche vor dem Start der Saison 2021/2022 fand ein internes Freundschaftsspiel zwischen der zweiten Mannschaft und der AH des TSV Altusried statt. Zuvor bekamen die Spieler ihre Meister-T-Shirts. „Es war ein überragender Abend, wir haben bis 4 Uhr nachts gefeiert“, erzählt Henkel. Etwas zäh sei der darauffolgende Samstag gewesen. Dank der Sportberichterstattung im Fernsehen zur zweiten Bundesliga und Olympia habe es sich aber erträglich gestaltet.

  • Ausblick: „Wir wollen uns in der A-Klasse etablieren, primäres Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Willer. Besonders freut er sich auf das Derby gegen Kimratshofen. Generell sei die A-Klasse auch gut für die Entwicklung junger Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen und dieser zum Wiederaufstieg verhelfen sollen. „Wir bekommen drei, vier gute Talente aus dem Nachwuchs“, sagt Willer. „Und es wird besserer Fußball gespielt als in der B-Klasse.“ Das sieht auch Henkel so. „Das Niveau ist deutlich höher“, sagt der Offensivspieler.