Gipfeltreffen in Elmau

„Wir werden auf Augenhöhe wahrgenommen“ - THW Kempten sorgt für Sicherheit beim G7-Gipfel

Das THW Kempten war wieder im Einsatz auf Schloss Elmau. Andreas Zander (von links), Norbert und Melanie Englisch sowie Steffen Brinkmann kümmerten sich im die Sicherheit der G7-Gipfel-Teilnehmer.

Das THW Kempten war wieder im Einsatz auf Schloss Elmau. Andreas Zander (von links), Norbert und Melanie Englisch sowie Steffen Brinkmann kümmerten sich im die Sicherheit der G7-Gipfel-Teilnehmer.

Bild: Ralf Lienert

Das THW Kempten war wieder im Einsatz auf Schloss Elmau. Andreas Zander (von links), Norbert und Melanie Englisch sowie Steffen Brinkmann kümmerten sich im die Sicherheit der G7-Gipfel-Teilnehmer.

Bild: Ralf Lienert

Das Technische Hilfswerk verlegt beim Gipfel in Elmau 40 Kilometer Stromleitungen. Es ist der zweite Einsatz rund um das Schloss. Das erzählen Helfer.
28.06.2022 | Stand: 19:14 Uhr

Seit Anfang Mai ist das Technische Hilfswerk Kempten (THW) wieder im Einsatz auf Schloss Elmau in Oberbayern. Dort tagten in den vergangen drei Tagen die Staatschefs der G7-Staaten. Für die Mannschaft um Einsatzleiter Norbert Englisch ist es der zweite Einsatz nach dem Gipfel im Jahr 2015.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass wir wieder angefordert wurden“, sagt die stellvertretende Ortsbeauftragte Melanie Englisch. „Dann war die Arbeit 2015 nicht so schlecht.“ Sie beschreibt das Ziel so: „Die sichere Durchführung der Veranstaltung wie der Schutz der Bevölkerung vor Ort und die Wahrung des Rechts auf Versammlungsfreiheit.“

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Ihr Mann Norbert Englisch koordinierte bis zu 100 THW-Helfer: „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW konnten ihre Fähigkeiten in den Bereichen Technik, Logistik, Verpflegung sowie Führung und Kommunikation in den Großeinsatz rund um das Hotel einbringen und einen wesentlichen Beitrag zu einem sicheren Verlauf des Gipfels leisten.“

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THW-Helfer kümmern sich um Stromversorgung, Tanklogistik und die Beleuchtung von Plätzen

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THW-Helfer Andreas Zander beschreibt die Arbeiten: „Wir haben die Stromversorgung und Tanklogistik übernommen, Wege und Straßen behelfsmäßig instandgesetzt und Plätze ausgeleuchtet.“ Er gehört dem Fachzug Führung und Kommunikation aus Kempten an: „Mir gefällt die gute Zusammenarbeit mit allen Sicherheitskräften. Wir werden auf Augenhöhe wahrgenommen.“

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Entlang des 17 Kilometer langen Zaunes um das Schloss hat das Technische Hilfswerk die Wegebeleuchtung mit 700 kleinen Lampen aufgebaut. „Das war in enger Abstimmung mit den Umwelt- und Naturschutzbehörden. Wir hatten klare Vorgaben wegen der Lichtemissionen“, sagt Norbert Englisch.

Von den 20 freiwilligen Helfern aus Kempten waren acht direkt im Sicherheitsbereich am Schloss eingesetzt. Norbert Englisch ist froh, dass die Arbeitgeber das Engagement der ehrenamtlichen Kräfte so unterstützen und diese von ihren Jobs für die Zeit des Einsatzes freistellten.

Unterbringung und Verpflegung haben sich gegenüber dem Gipfel 2015 deutlich verbessert

Einer der Helfer ist auch Steffen Brinkmann. Er hat mit seinen Kollegen 30 Stromaggregate aufgebaut: „Für den ganzen Einsatz konnten wir auf vorhandenes Material zurückgreifen.“ Er hat auch Unterschiede festgestellt: „Die Unterbringung in Containern und die Verpflegung haben sich gegenüber dem Jahr 2015 deutlich verbessert.“

Bis Sonntag soll alles wieder abgebaut werden. „Am Montag geht es wieder zur Arbeit“, sagt Zander. Doch Norbert Englisch blickt schon voraus: „Das THW konnte hier Kompetenz beweisen. Wir sind bereit für weitere Großereignisse.“

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Rückblick: So war der G7-Gipfel im Jahr 2015 auf Schloss Elmau

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