Protest

Gegendemo zur Corona-Demo in Kempten angekündigt: Initiative will „Querdenken aus Kempten fegen“

Querdenker wollen am Samstag Kempten "fluten". Die Initiative "Kempten gegen rechts" ruft zum Gegenprotest auf.

Querdenker wollen am Samstag Kempten "fluten". Die Initiative "Kempten gegen rechts" ruft zum Gegenprotest auf.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Querdenker wollen am Samstag Kempten "fluten". Die Initiative "Kempten gegen rechts" ruft zum Gegenprotest auf.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

,Kempten gegen rechts‘ ruft zum Protest gegen die geplante Großdemo mit 8.000 Teilnehmern auf. Noch ist unklar, ob die von der Stadt verbotene Demo stattfindet.
13.04.2021 | Stand: 15:51 Uhr

„Schluss mit Aluhut und brauner Brut – ,Querdenken‘ aus Kempten fegen!“ Unter dem Motto ruft die Initiative „Kempten gegen Rechts“ zum Protest gegen eine Großdemo in Kempten am Samstag, 17. April, auf. Mit 8000 Menschen will die Querdenker-Bewegung die Stadt „fluten“. Das Rathaus hat die Großdemo zwar untersagt, doch Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen wollen dagegen juristisch vorgehen. „Kempten gegen rechts“ wiederum will den „extrem gefährlichen Aussagen“ der Querdenker entgegentreten. (Hier lesen Sie: Sogenannte "Querdenker" wollen Kempten mit 8.000 Demonstranten „fluten“ - Stadt verbietet das)

Was die Stadt zur Gegendemo sagt? Bisher wurde sie laut Carmen Hage vom Rechtsamt im Rathaus nicht mit Teilnehmerzahl und Veranstaltungsort angemeldet. Es gebe nur eine Vorankündigung; aber noch sei ja offen, ob die Querdenker tatsächlich vor Gericht gehen und wie das ausgeht.

Kein Platz für "rechtsoffene Verschwörungsideologen, Panedmieleugner und Nationalsozialisten"

Die Initiative „Kempten gegen rechts“ jedenfalls will zeigen, dass es in der Stadt keinen Platz für "rechtsoffene Verschwörungsideologen, Pandemieleugner und Nationalsozialisten" gebe. Wegen der „massiv hohen“ Infektionszahlen bietet sie verschiedene Möglichkeiten, den Protest am Samstag mitzutragen: Ab 13 Uhr ist eine Präsenzveranstaltung vorgesehen, bei der sich Teilnehmer den „Querdenkern“ entgegenstellen. Sie sollen wegen der Infektionsgefahr vorher einen Schnelltest machen.

Initiative will Querdenkern die Rote Karte zeigen

Weiter fordert die Initiative die Kemptener auf, rote Stoffe oder Schilder/Transparente mit Botschaften aus den Fenstern zu hängen und so Querdenkern die Rote Karte zu zeigen.

Geplant ist während des Gegenprotests auch ein Live-Stream auf Instagram (@kempten_gegen_rechts). So könnten Menschen von daheim aus ohne Infektionsrisiko teilnehmen und ihre Solidarität aussprechen, heißt es. Wer will, könne auch Bilder und Schilder etwa mit Sprüchen und Zitaten an die Initiative mailen: kemptengegenrechts@riseup.net.

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