Oberallgäu

Giftige Blaualgen im Rottachspeicher: Weitere Badeseen sind unter der Lupe

Die Gemeinden rund um den Rottachspeicher weisen auf die Blaualgen im Wasser hin. Es gilt „Baden auf eigene Gefahr“.

Die Gemeinden rund um den Rottachspeicher weisen auf die Blaualgen im Wasser hin. Es gilt „Baden auf eigene Gefahr“.

Bild: Martina Diemand

Die Gemeinden rund um den Rottachspeicher weisen auf die Blaualgen im Wasser hin. Es gilt „Baden auf eigene Gefahr“.

Bild: Martina Diemand

Blaualgen treiben zurzeit im Rottachspeicher. Wie Besucher damit umgehen sollten und wie es um die Wasserqualität der übrigen Gewässer bestellt ist

18.08.2020 | Stand: 18:02 Uhr

Das Oberallgäu hat einen immens hohen Freizeitwert. Nicht nur die Berge locken Einheimische wie Touristen an die frische Luft, sondern auch die Badeseen. Wie berichtet, treiben zurzeit allerdings Blaualgen im Rottachspeicher. Aber was heißt das konkret für Besucher und wer überprüft überhaupt die Wasserqualität?

Sind alle Badestellen betroffen?

Die Blaualgen waren zunächst bei Sulzberg-Moosbach aufgetaucht. Sie können aber je nach Windrichtung oder Temperatur auch an anderen Uferbereichen auftreten, sagt Brigitte Klöpf, Pressesprecherin des Landratsamts Oberallgäu.

Was sind Blaualgen und warum sollte man nicht mit ihnen in Kontakt kommen?

„Blaualgen gehören zu den ältesten Lebewesen“, sagt Klöpf. Es sind Bakterien, die Giftstoffe produzieren können. Manche Menschen reagieren darauf empfindlich. Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen oder auch Übelkeit und Durchfall können auftreten.

Woran erkenne ich Blaualgen?

An Schlieren oder Flocken im Wasser. Auch ein muffiger Geruch deutet auf Blaualgen hin.

Blaualgen sorgen immer wieder für gesperrte Seen - und können für Tiere wie einen Hund sogar gefährlich werden.
Blaualgen sorgen immer wieder für gesperrte Seen - und können für Tiere wie einen Hund sogar gefährlich werden.
Bild: Nicolas Armer, dpa/Archiv

Wer untersucht das Wasser?

Die Badegewässer werden vom 15. Mai bis zum 15. September überwacht. Alle vier Wochen nimmt das Gesundheitsamt Proben. Auch von den Blaualgen im Rottachspeicher wurden Proben genommen und an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Untersuchung gesandt.

Wie ist das Ergebnis ausgefallen?

Das Ergebnis der Blaualgen-Untersuchung liegt noch nicht vor. Bei den übrigen Badegewässern wurden bislang keine Auffälligkeiten festgestellt.

Wie können sich Besucher über die Wasserqualität der Oberallgäuer Badeseen informieren?

Die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung veröffentlicht das Landratsamt hier.

Lesen Sie auch: An heißen Tag eine Abkühlung im kalten Fluss? Achtung: Schwimmen und Baden in der Iller ist nicht überall erlaubt.