Kegeln

Duracher Kegler ziehen nach Betzigau um

Kurt Keßler ist der Vorsitzende beim Kegel-Bayernligisten Goldener Kranz Durach. Er freut sich, dfass der benachbarte TSV Betzigau mit seinem Verein in der kommenden Saison die Betzigauer Anlage teilt, weil die Kegelstube Gaisser in Durach geschlossen ist.

Kurt Keßler ist der Vorsitzende beim Kegel-Bayernligisten Goldener Kranz Durach. Er freut sich, dfass der benachbarte TSV Betzigau mit seinem Verein in der kommenden Saison die Betzigauer Anlage teilt, weil die Kegelstube Gaisser in Durach geschlossen ist.

Bild: Matthias Becker

Kurt Keßler ist der Vorsitzende beim Kegel-Bayernligisten Goldener Kranz Durach. Er freut sich, dfass der benachbarte TSV Betzigau mit seinem Verein in der kommenden Saison die Betzigauer Anlage teilt, weil die Kegelstube Gaisser in Durach geschlossen ist.

Bild: Matthias Becker

Duracher Kegler spielen in Betzigau, weil die Kegelstube Gaisser geschlossen ist. Für Christian Kennerknecht ist die Gastfreundschaft eine Herzensangelegenheit.
15.09.2021 | Stand: 17:44 Uhr

Es scheint, als wäre alles wie immer. Der Kader des Kegel-Bayernligisten Goldener Kranz Durach ist unverändert, die Trainerin heißt weiterhin Ingrid Eichler, und auch das Saisonziel ist gleich geblieben: „Möglichst weit vorne“, sagt der Vorsitzende Kurt Keßler vor dem Saisonstart am kommenden Samstag um 15 Uhr bei KF Jedesheim.

So weit, so gut? Nicht so ganz. Mit eine gravierenden Änderung gehen die Oberallgäuer in die Runde. Die legendäre Kegelstube Gaisser in Durach hat seit Mai geschlossen. Wann die Bahnen dort wieder genutzt werden können, wann also die Gastwirtschaft wieder betrieben wird, ist völlig ungewiss. Nach 51 Jahren hatte der Verein quasi über Nacht seine Heimat verloren. „Wir wurden davon total überrascht“, sagt Keßler. „In der Corona-Krise hatten wir immer wieder mal Kontakt mit dem Pächter. Plötzlich hing ein Zettel an der Eingangstür – Geschlossen.“ Die Zeit bis zum regulären Trainingsbeginn Anfang Juli war knapp. „Wir mussten schnell handeln und haben die Reissleine gezogen“, sagt Keßler.

Guter Kontakt zwischen Durach und Betzigau

Der Kontakt zum benachbarten TSV Betzigau war leicht. Man kennt sich seit vielen Jahren als sportlicher Kontrahent, und so weit ist es auch nicht von Durach nach Betzigau – gerade mal fünf Kilometer. Nun teilen sich die Mannschaften vom Goldenen Kranz und des TSV die schmucke Vier-Bahnen-Anlage. „Die Gespräche mit der Gemeinde Betzigau und dem Verein verliefen unkompliziert“, sagt Keßler erfreut. Ein Wermutstropfen ist dann doch dabei. „Wir können nicht mehr alle unserer Mannschaften am gleichen Tag zu Hause spielen lassen“, wie das traditionell der Fall in der Kegelstube Gaisser gewesen war.

Der Goldene Kranz Durach spielt jetzt beim TSV Betzigau.
Der Goldene Kranz Durach spielt jetzt beim TSV Betzigau.
Bild: Matthias Becker

Noch einer, der sich freut, ist Christian Kennerknecht, Spieler und im Vorstand des TSV: „Dass die Duracher jetzt bei uns spielen, ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich habe früher jahrelang in Durach gespielt, als es die Halle bei uns in Betzigau noch nicht gegeben hat, und war dort zu Gast.“ Wie lange das Gastspiel in Betzigau dauern wird, ist offen. „In der kommenden Saison auf jeden Fall“, sagt Keßler.

Pächter für die Kegelstube Gaisser gesucht

Letztlich hänge es davon ab, wann ein Pächter für die Kegelstube Gaisser gefunden werde. „Es soll keine Dauerlösung sein“, so Keßler. „Es ist ja nicht unser Heimatort. In Betzigau sind wir ein wenig weg vom Schuss.“ Auch dass die Jugendlichen hin und her gefahren werden müssen, sei auf Dauer nicht ideal.

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Der Abschied von den gewohnten Bahnen sei den Durachern relativ leicht gefallen. Keßler: „In der Corona.Krise waren wir ja nicht so in der Gewohnheit drin“, weil sowohl die Saison 2019/2020 als auch die Saison 2020/2021 abgebrochen wurde. „So ist es uns leichter gefallen zu wechseln“, sagt Keßler.

Moderne Kegel-Anlage in Betzigau

Klar ist: Die Anlage in Betzigau ist vom Belag und den Laufbahnen her modern. „Ein anderer Belag als in Durach“, sagt Keßler. Einer, an den man sich erst gewöhnen müsse. Er befürchtet, dass die gefürchtete Duracher Heimstärke auf der Strecke bleiben könnte. „Auf unseren Bahnen wussten wir, wie wir spielen müssen.“ Die Gegner werden wohl nicht trauern. Wer den Durachern den Weg in die 2. Bundesliga verbauen könnte, darum ranken sich viele Fragezeichen. Nach der langen Pause wisse wohl keine Mannschaft so richtig wo sie stehe, so Keßler. „Und wir wissen nicht, ob und wie sich die Gegner verstärkt haben.“