Christen im Oberallgäu

„Gott zieht mich an“ - Bischof Bertram Meier appelliert in Oy-Mittelberg an junge Christen

Zwischen Gerüst und Gläubigen Hält Bischof Dr. Bertram Meier die Messe in der Wallfahrtskirche Maria Rain.

Zwischen Gerüst und Gläubigen Hält Bischof Dr. Bertram Meier die Messe in der Wallfahrtskirche Maria Rain.

Bild: Eddi Nothelfer

Zwischen Gerüst und Gläubigen Hält Bischof Dr. Bertram Meier die Messe in der Wallfahrtskirche Maria Rain.

Bild: Eddi Nothelfer

Bischof Bertram Meier appelliert in Oy-Mittelberg an junge Christen, für den Glauben zu brennen – und erzählt, wie er ein Altartuch in Brand gesetzt hat
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Von Sabine Verspohl-Nitsche
28.09.2021 | Stand: 17:29 Uhr

Das Gerüst im Altarraum der Wallfahrtskirche Maria Rain diente Bischof Dr. Bertram Meier am Montagabend als „Steilvorlage“: „Wir feiern hier Eucharistie, wir feiern Jesus, der unter uns ist, und wir sind umgeben von einem Gerüst.“ Der katholische Geistliche zelebrierte einen Gottesdienst während der „Missionarischen Woche“ in der Pfarreiengemeinschaft (PG) Oy-Mittelberg/Wertach. Den jungen Missionaren, die in die Haushalte gehen, wünschte er ein „gutes Händchen und einfühlsames Herz.“

Unterstützt vom Team der Abteilung Evangelisierung des Bistums Augsburg betrachten Christen der PG Oy-Mittelberg/Wertach mit Pfarrer Roland Högner den Glauben aus unterschiedlichen Perspektiven. Highlights waren die Veranstaltungen für die Jugend und der Bischofsbesuch. Am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr, kommt Weihbischof Florian Wörner in die Kirche in Mittelberg.

Bertram Meier: Maria Rain "ist ein Heiligtum"

Die Wallfahrtskirche Maria Rain sei ein Heiligtum, zu dem man immer wieder gehen könne, betonte Bischof Bertram während der Heiligen Messe, die musikalisch von Tobias Riegger und Franka Müller gestaltet wurde. In seiner Predigt ging er auf den Heiligen Vinzenz von Paul ein und Louise de Marillac, die beide vor 350 Jahren heiliggesprochen wurden und als „Mystiker der Tat“ gelten. „Unsere heutige Spaßgesellschaft merkt allmählich, dass wir uns zu Tode amüsieren. Überfluss kippt um in Überdruss,“ sagte der Bischof und will Priester einmal monatlich dazu einladen, für die Einheit der Kirche und die Gesellschaft zu beten – gerade auch mit Blick auf die Regierungsbildung.

Gute Gespräche Zwischen Besuchern und Bischof Dr. Bertram Meier im Pfarrzentrum.
Gute Gespräche Zwischen Besuchern und Bischof Dr. Bertram Meier im Pfarrzentrum.
Bild: Eddi Nothelfer

Während einer anschließenden Gesprächsrunde mit jungen Missionaren verriet Bischof Bertram Meier auch einiges aus seiner Kindheit. Er sei ein Temperamentsbündel gewesen und habe schon vor der Kommunion bei Andachten ministrieren dürfen. Dabei habe er einmal ein Altartuch in Brand gesetzt, als er einen Leuchter unter dem Altar mit dem Allerheiligsten abgesetzt hatte. Dem Allerheiligsten wollte er immer ganz nah sein. „Gott zieht mich an“, bekannte er. Wichtig sei für ihn auch das Thema Beichte.

Bedeutend sei, dass in der Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung Zeit zum Reflektieren sei. „Du musst brennen für das, was du entzünden willst“, zitierte er Augustinus: „Wir brauchen brennende Menschen“, meinte er mit Blick auf die Arbeit der jungen Gläubigen.

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