Baumschutz

Grundbesitzer: „Eigentümer nicht präventiv bevormunden“

Eberhard Ernst

Eberhard Ernst, Vorsitzender von Haus & Grund Kempten, sieht keine Notwendigkeit, eine Baumschutzverordnung einzuführen.

Bild: Haus & Grund Kempten

Eberhard Ernst, Vorsitzender von Haus & Grund Kempten, sieht keine Notwendigkeit, eine Baumschutzverordnung einzuführen.

Bild: Haus & Grund Kempten

Der Verein „Haus & Grund Kempten“ kritisiert geplante Baumschutzverordnung: Eigentümerrechte nicht reglementieren. Geld lieber für Neupflanzungen verwenden.
05.04.2021 | Stand: 11:33 Uhr

Steht der Baumschutz vor dem Eigentumsrecht? Mit der Frage kritisiert der Verein „Haus & Grund Kempten“, die Rechte der Eigentümer „werden immer mehr reglementiert“. Wie berichtet will der Stadtrat eine entsprechende Verordnung für alle bebauten Gebiete Kemptens erlassen; zugleich wurde vorsorglich eine provisorische Schutzverordnung in Kraft gesetzt. (Lesen Sie dazu: Kemptens Bäume sind jetzt geschützt. Verstöße können teuer kommen)

Die Mitglieder von „Haus & Grund“ seien sehr wohl in der Lage, mit der Ressource „Baumbestand“ sinnvoll, wertschätzend und umweltbewusst umzugehen, sagt Vorsitzender Eberhard Ernst. „Jeder private Baumeigentümer sollte über seinen Baumbestand selbständig bestimmen können und nicht präventiv bevormundet werden.“ Das Vertrauen in die Bürger sei wichtig, um nicht über das Ziel der nun gewollten Baumschutzverordnung hinaus zu schießen. (Hier lesen Sie: Allerhand Vorwürfe und Phantomschmerzen im Stadtrat Kempten)

Keine Notwendigkeit für eine Baumschutzverordnung

Vielleicht wäre es sinnvoller, die noch nicht bekannten Kosten der Verordnung in die Neupflanzung von Bäumen auf öffentlichen Grundstücken der Stadt Kempten zu investieren, gibt Ernst zu bedenken. Es bestehe jedenfalls keine Notwendigkeit, eine Baumschutzverordnung einzuführen.

(Passend zum Thema: Tipps für Hobby-Gärtner: Obstbäume jetzt für eine reiche Ernte schneiden)