Integration in Kempten

Interkultureller Herbst: So will Kempten die Vielfalt der Erde feiern - und nutzen

Als Begegnungsstätte wurde einst das Haus International in Kempten gegründet. Hier sollen sich Menschen unterschiedlicher Kulturen näher kommen.

Als Begegnungsstätte wurde einst das Haus International in Kempten gegründet. Hier sollen sich Menschen unterschiedlicher Kulturen näher kommen.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Als Begegnungsstätte wurde einst das Haus International in Kempten gegründet. Hier sollen sich Menschen unterschiedlicher Kulturen näher kommen.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Mit dem Interkulturellen Herbst in Kempten sollen sich Menschen verschiedener Kulturen kennenlernen. Geplant sind ganze 50 Veranstaltungen.
30.09.2021 | Stand: 16:51 Uhr

Die Interkulturelle Woche geht zu Ende, der Interkulturelle Herbst beginnt. Beide stehen unter dem Hashtag „#offengeht“ und werben für eine „offene und vielfältige Gesellschaft“. Dazu gibt es verschiedene Aktionen, Feste, Diskussionen und Treffen.

Das Amt für Integration der Stadt Kempten legt laut einer Mitteilung heuer bei der bundesweiten Interkulturellen Woche seinen Fokus auf Mehrsprachigkeit. Für viele mit Migrationshintergrund, in Kempten immerhin 38 Prozent, sei es selbstverständlich, zwei- oder mehrsprachig zu leben.

Mehrsprachig im Alltag? Kemptenerinnen und Kemptener erzählen

Wie das im Alltag funktioniert – darüber berichten auf den Social-Media-Kanälen der Stadt Kempten vier Personen: Salvatore Catania, der deutsch und italienisch spricht, Valeria Gerlein mit deutsch und russisch, Aaron Wiedemann, der deutsch, tschechisch und englisch spricht und Meryem-Fatma Ünal mit deutsch und türkisch. Die Interviews gibt es auf Instagram: @kempten_rathaus, Facebook: @kempten.allgaeu und unter www.kempten.de/integration.

No post found.

Aus der bundesweiten Interkulturellen Woche, die am Sonntag zu Ende geht, entwickelte sich in Kempten der Interkulturelle Herbst. Das Haus International, der Integrationsbeirat der Stadt und weitere Institutionen stellten heuer ein Programm aus Konzerten, Vorträgen und Ausstellungen auf die Beine. Gabriele Heilinger, Vorsitzende des Vereins Haus International, Geschäftsführer Lajos Fischer und die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Ilknur Altan, freuen sich, dass der Interkulturelle Herbst wieder stattfinden kann. Im vergangenen Jahr mussten die Veranstaltungen coronabedingt abgesagt werden. So könne man sich wieder im Haus International „begegnen“.

Denn die Begegnung mit Menschen verschiedener Länder und Kulturen sei nach wie vor das Ansinnen dieses Hauses, das eins als erste Begegnungsstätte dieser Art in Bayern entstanden ist.

#offengeht in Kempten: für eine offene Gesellschaft und Gleichberechtigung

Lesen Sie auch
##alternative##
Stadtjugendring-Projekt in Kempten

Drachen und bolivisches Mikado: Bei "Meet the world" in Kempten zählt die Vielfalt

Das Motto „#offengeht“ stehe für eine offene Gesellschaft, für gleichberechtigtes Zusammenleben, aber berge auch den Reiz für Neues, Fremdes, Andersartiges und erweitere den Horizont. So sind erstmals heuer Begegnungsabende im Programm. Sie sollen Menschen aus unterschiedlichen Ländern die Möglichkeit zum Kennenlernen bieten.

Denn Begegnungen sind laut Altan jetzt für sehr viele wieder enorm wichtig. „Die Menschen sind ausgehungert“, sagt auch Heilinger, sie wollen wieder Begegnungen. Fischer weist auf die fast 50 Veranstaltungen im Programm hin, die eine „bunte Vielfalt“ bieten würden.

„Hoch lebe die Vielfalt“ ist denn auch das Motto der Eröffnungsfeier am Samstag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr, im Haus International. Bis Dezember gibt es dann Veranstaltungen – von Konzerten (zum Beispiel mit lateinamerikanischen Klängen, Jazz oder Tango), Vorträgen (von der Anerkennung der Zuwanderer oder dem Menschenbild des Islam) bis hin zu Theater und Kochen.

Ein Höhepunkt sei am Donnerstag, 21. Oktober die Diskussion mit Arta Ramadani, Reporterin beim ZDF, die mit ihrer Familie aus dem Kosovo nach Deutschland kam. Bei allen Veranstaltungen werden die 3-G-Regeln eingehalten.