Sehenswürdigkeiten in Kempten

König-Ludwig-Brücke: Konzept für die Sehenswürdigkeit in Kempten verschwindet vorerst in der Schublade

König-Ludwig-Brücke

Schon jetzt bei Vereinen und Schulen beliebt: Führungen durch die König-Ludwig-Brücke.

Bild: Ralf Lienert

Schon jetzt bei Vereinen und Schulen beliebt: Führungen durch die König-Ludwig-Brücke.

Bild: Ralf Lienert

Für die touristische Anbindung der Brücke ist aktuell kein Geld übrig. Immerhin gibt es eine Alternativ-Idee, damit das Baudenkmal nicht in Vergessenheit gerät.
14.10.2021 | Stand: 18:02 Uhr

Die Pläne lagen auf dem Tisch, verschwinden jetzt aber erst einmal wieder in der Schublade. 750 000 Euro sieht ein Konzept für die Anbindung der König-Ludwig-Brücke an die Innenstadt vor – mit Info-Punkten, Foto-Plätzen und Aktiv-Stationen. Angesichts der angespannten Finanzsituation aufgrund der Corona-Krise gebe es hierfür aktuell keine Aussicht auf eine Umsetzung, sagte Stefanie Schmitt, Leiterin von Kempten Tourismus, während der jüngsten Sitzung des Tourismusbeirats. „Die Stadt hat kommunale Pflichtaufgaben.“ Und die gingen vor. Doch damit die sanierte König-Ludwig-Brücke nicht in Vergessenheit gerate, soll sie in eine neue Stadtführung zur Industriegeschichte Kemptens eingebunden werden.

Führungen durch die König-Ludwig-Brücke sind schon jetzt sehr beliebt

Führungen durch die König-Ludwig-Brücke seien schon jetzt sehr gefragt, berichtete Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. Er und sein Team begleiten regelmäßig Schulen und Vereine auf das Baudenkmal. Allerdings sei das nicht ihre Kernkompetenz und Anfragen von Privatleuten könnten sie nicht bedienen. Neben der neuen Stadtführung hält er es allerdings für wichtig, das Konzept nicht aus den Augen zu verlieren.

Auch mehrere Stadträte appellierten, das Vorhaben nicht komplett aus dem Haushaltsplan zu streichen, sondern zumindest als Platzhalter für die kommenden Jahre zu setzen. „Sonst gerät das ganz in Vergessenheit“, sagte zum Beispiel Helmut Berchtold (CSU). „Wenn wir die Brücke aus den Augen verlieren, wird sich niemand drum kümmern“, mahnte auch Thomas Hartmann (Grüne).

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