Kommentar zur CSU-Wahl im Oberallgäu

Kein "deutlicher Vertrauensbeweis", aber ein klarer Auftrag

Die Oberallgäuer CSU hat Eric Beißwenger als Kreisvorsitzenden mehrheitlich bestätigt, 42 Prozent der Delegierten stimmten allerdings für einen Wechsel an der Spitze.

Die Oberallgäuer CSU hat Eric Beißwenger als Kreisvorsitzenden mehrheitlich bestätigt, 42 Prozent der Delegierten stimmten allerdings für einen Wechsel an der Spitze.

Bild: Ralf Lienert

Die Oberallgäuer CSU hat Eric Beißwenger als Kreisvorsitzenden mehrheitlich bestätigt, 42 Prozent der Delegierten stimmten allerdings für einen Wechsel an der Spitze.

Bild: Ralf Lienert

Das Votum ist eindeutig: Eric Beißwenger bleibt Kreisvorsitzender im Oberallgäu. Vom großen Erfolg kann man angesichts des Ergebnisses aber nicht sprechen.
26.03.2021 | Stand: 19:09 Uhr

In der Tat, das Ergebnis ist eindeutig: Eric Beißwenger erhielt 25 Stimmen mehr als seine Herausforderin Renate Deniffel. Von einem knappen Votum kann da gewiss keine Rede sein. Doch ein „großer Erfolg“ und ein „deutlicher Vertrauensbeweis“ für den Kreisvorsitzenden? Weder das eine, noch das andere ist aus dem Wahlausgang abzulesen.

42 Prozent also stehen nicht hinter Eric Beißwenger

65 der Oberallgäuer Delegierten stimmten gegen den Amtsinhaber. 42 Prozent also, die nicht (mehr) hinter Beißwenger stehen. Sie forderten durch ihr Votum einen neuen Kurs. Das zu ignorieren, wäre ein großer Fehler.

Beobachter sprechen von zwei Lagern innerhalb der Oberallgäuer CSU. Das Wahlergebnis bestätigt diese Einschätzung. Es beinhaltet einen klaren Auftrag und kann eben nicht als großer Erfolg interpretiert werden: Jetzt gilt es, den Kreisverband wieder zusammenzubringen und einen gemeinsamen Kurs einzuschlagen. Dieser Aufgabe muss sich der Kreisvorsitzende insbesondere, aber auch der Rest der Partei stellen.