Mobilität & Klimawandel

Kommentar: Knappes Geld ist weniger denn je ein Argument

Unser Autor findet, es ist höchste Zeit, den öffentlichen Nahverkehr in Kempten deutlich zu verbessern. Auch wenn die Stadt allein die Welt nicht retten kann.
25.11.2021 | Stand: 16:59 Uhr

Ein gutes Angebot im öffentlichen Nahverkehr ist eine grundlegende Zukunftsaufgabe. Da hilft schon der Blick auf Kemptens Straßen: Es macht in Stoßzeiten keinen Spaß, sich in der stark gewachsenen Stadt von Ampel zu Ampel zu quälen.

Ein guter öffentlicher Verkehr ist angesichts explodierender Energiepreise auch soziale Aufgabe: Für immer mehr Menschen werden Bus und Bahn essenziell, um ihre Arbeitsstätten zu erreichen. Von der zunehmenden Zahl an Senioren, die auf Busse angewiesen sind, ganz zu schweigen. So viel für Menschen, die mit Klimawandel nichts am Hut haben.

Wenn alle nichts tun, käme es am teuersten

Die anderen wissen, dass das Klima das zentrale, ausreichende Argument ist. Gewiss kann die Stadt allein die Welt nicht retten, muss aber ihren Beitrag leisten. Wenn alle nichts tun, käme es am teuersten.

Bei der ersten Weltklimakonferenz vor 42 Jahren in Genf ging es um die These, dass der immer größere CO2-Ausstoß einen Treibhauseffekt mit ungeahnten, um nicht zu sagen todsicheren Klimafolgen haben wird.

Schon damals, 1979, mahnten Meteorologen, rechtzeitig die richtigen Gegenmaßnahmen in die Wege zu leiten. Es wird Zeit. Knappes Geld ist weniger denn je ein Argument dagegen.

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