Verein Allgäuer Kräuterland

Kräuterverein plant in Kempten einen Gemeinschaftsgarten

Diese Heidschnucken-Mutterschafe werden vom Allgäuer Kräuterland Verein übernommen. Auf dem Platz entsteht ein Gemeinschaftsgarten.

Diese Heidschnucken-Mutterschafe werden vom Allgäuer Kräuterland Verein übernommen. Auf dem Platz entsteht ein Gemeinschaftsgarten.

Bild: Ralf Lienert

Diese Heidschnucken-Mutterschafe werden vom Allgäuer Kräuterland Verein übernommen. Auf dem Platz entsteht ein Gemeinschaftsgarten.

Bild: Ralf Lienert

In Kempten Ost soll ein Artenvielfaltsgarten entstehen. Allgäuer Kräuterland übernimmt die Pacht und will damit das Leben in der Stadt Kempten grüner machen.
05.10.2020 | Stand: 05:10 Uhr

„Das Leben ohne Grün hat viele negative Auswirkungen auf den Menschen“, sagt Gerti Epple. Denn im Grünen regeneriere der Körper. In der Stadt gebe es aktuell viel zu wenige Lebens- und Gestaltungsräume für junge Familien und Menschen, die miteinander eigenes Gemüse, Obst und essbare Wildpflanzen anbauen.

Epple ist Mitglied des Stadtrates (Grüne), beauftragte für Umwelt, Landwirtschaft und Klimaschutz und Vorsitzende des Klimaschutzbeirates. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vereins Allgäuer Kräuterland. Und in dieser Funktion hat Epple während der jüngsten Sitzung des Klimaschutzbeirates ein neues Projekt vorgestellt: Der gemeinnützige Verein übernimmt ab Januar einen Gemeinschaftsgarten im Kemptener Osten.

Auf dem einen Hektar großen Gebiet in der Bachtelweiherstraße weideten bisher sieben Heidschnucken-Mutterschafe. Und das soll laut Epple auch so bleiben: Vom Vorbesitzer übernimmt der Verein die Tiere, kauft den Stall ab und pachtet das Gelände. „Die Schafe sollen bleiben und einen großen Teil der Weidefläche bewohnen“, sagt Epple. Das größte Anliegen aber sei, gesunde Lebensmittel aus Natur und Garten zu ernten.

Im Herbst will der Verein "Allgäuer Kräuterland" bereits Bäume im Gemeinschaftsgarten in Kempten pflanzen

Bereits im Herbst sollen noch erste Obstbäume gepflanzt werden. Jeder sei eingeladen, das Projekt mitzugestalten und mitzumachen. Damit der Verein die Kosten für das Projekt tragen kann, muss man allerdings Mitglied werden. Der Verein investiere aus eigener Kraft 28 000 Euro, sagt Epple. Auch die jährliche Pacht müsse gestemmt werden. Zurzeit gebe es 1100 Mitglieder.

Jeder soll am Konzept des Gemeinschaftsgartens von "Allgäuer Kräuterland" in Kempten mitarbeiten können

Ein fertiges Konzept gibt es noch nicht. Das sei auch so beabsichtigt, denn alle Interessierten sollen sich einbringen und das Projekt mitgestalten können. Gartenexperten begleiten das Vorhaben. „Wir möchten Menschen ansprechen, die keinen eigenen Garten, aber Freude daran haben, gemeinsam mit anderen zu garteln“, heißt es in einer Broschüre des Vereins. Und: Für die Schafe werde auch noch jemand gesucht, der die Tiere mitbetreuen möchte.