Glaube

Laubener baut eine Familienkapelle für den Heiligen Josef

Manfred Scheifele und seine Kapelle in Finken

Die kleine Josefsfigur hat Manfred Scheifele von seinem Sohn Robert geschenkt bekommen. Sie soll in der Kapelle in Finken stehen. Der 81-Jährige will selbst auch noch eine große Josefsfigur aus Stein schaffen.

Bild: Matthias Becker

Die kleine Josefsfigur hat Manfred Scheifele von seinem Sohn Robert geschenkt bekommen. Sie soll in der Kapelle in Finken stehen. Der 81-Jährige will selbst auch noch eine große Josefsfigur aus Stein schaffen.

Bild: Matthias Becker

Manfred Scheifele baut ein kleines Gotteshaus in Finken. Der Friseurmeister hat einen Grund, warum er Weihbischoff Florian Wörner zur Einweihung einladen will.
28.02.2021 | Stand: 05:31 Uhr

Eine Kapelle für den Heiligen Josef soll es werden. Denn in der Familie Scheifele gab es viele Josefs. „Und ich wollte als Bub auch immer Josef heißen – da gab es nämlich einen Feiertag und da hatte man frei“, sagt Manfred Scheifele und grinst spitzbübisch.

In Finken (Gemeinde Lauben) entsteht zurzeit eine kleine Fichtenkapelle. Zwölf Quadratmeter groß und laut dem 81-Jährigen die einzige Kapelle in dem Weiler bei Heising. Warum der Rentner ein kleines Gotteshaus baut? „Aus Dankbarkeit“, sagt der Friseurmeister, der noch immer ab und zu im Laden seines Sohnes Robert in Kempten mit Kamm und Schere hantiert.

In zwei Tagen aufgestellt

Geplant hat die Kapelle der Bruder von Manfred Scheifele, der in Bad Waldsee Bauingenieur ist. Eine Zimmerei aus dieser Gegend stellt sie binnen zwei Tagen auf dem Grundstück von Scheifele auf. Schon seit mehreren Jahren hat der Laubener den Bau der ersten Familienkapelle vor. „Da hätte mein Vater gestaunt, wenn er das noch erlebt hätte“, ist sich Scheifele sicher.

Für die Einweihung hat er auch schon eine Idee: Er will Weihbischof Florian Wörner einladen. „Den Weihbischof kenne ich noch, als er Kaplan in der St.-Lorenz-Kirche war. Damals war er oft Kunde bei mir und ich habe ihm die Haare geschnitten.“ Scheifele hofft, dass der Augsburger Weihbischof Zeit hat und es auch die Corona-Lage zulässt. Dann könnten sie alle ein schönes Fest feiern – zur Einweihung der ersten Familienkapelle, der St. Josefs-Kapelle von Finken.

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