Maria-Ward-Realschule in Kempten

Beim Lernatelier schließen Schülerinnen "Corona-Lern-Lücken"

Lernatelier-Lehrkraft Anna Kling, die Unterrichtsinhalte im Fach Mathematik mit der Gruppe der Fünftklässlerinnen intensiviert.

Lernatelier-Lehrkraft Anna Kling, die Unterrichtsinhalte im Fach Mathematik mit der Gruppe der Fünftklässlerinnen intensiviert.

Bild: Manuela Holzer

Lernatelier-Lehrkraft Anna Kling, die Unterrichtsinhalte im Fach Mathematik mit der Gruppe der Fünftklässlerinnen intensiviert.

Bild: Manuela Holzer

Die Maria-Ward-Realschule in Kempten richtet ein „Lernatelier“ ein, um die Schülerinnen individuell zu fördern. Es geht vor allem um coronabedingte Defizite.
15.11.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Die guten Erfahrungen und das positive Feedback, welche im Rahmen der Sommerschule „BrückenWerk“ eingegangen sind, haben die Verantwortlichen der Maria-Ward-Schule Kempten motiviert, ein „Lernatelier“ ins Leben zu rufen. Laut einer Pressemitteilung wird an vier aufeinanderfolgenden Samstagen Schülerinnen die Möglichkeit gegeben, coronabedingte, fachliche Lücken gleich zu Beginn des neuen Schuljahres zu schließen.

Während der ersten Unterrichtswochen analysierte die Schule den Lernstand ihrer Schülerinnen in den Kernfächern. Dabei fand derselbe Test in allen Klassen einer Jahrgangsstufe statt. Sicherlich habe ein Zusammenwirken aus einem sehr hochwertigen, live übertragenen Online-Unterricht zu Zeiten der Schulschließungen und eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen dazu beigetragen, dass Inhalte in den vergangenen Schuljahren vollständig durchgenommen werden konnten, sagt Schülleiter Wolfgang Kern. Bei den Test seien deshalb solide Leistungen erzielt worden. „Trotzdem ist es uns ein großes Anliegen, fachlichen Defiziten bei Bedarf bestmöglich und frühzeitig zu begegnen.“ (Lesen Sie auch: Sommerschule in den Ferien: Kritik von Schulleitern im Allgäu)

Coronabedingte Defizite nachbereiten

Frei von jeglichem Druck hätten deshalb an vier aufeinanderfolgenden Samstagen im Oktober fachliche, vor allem coronabedingte Defizite nachbereitet werden können. Auch wenn auf ein erholsames Ausschlafen an diesen Tagen verzichtet werden musste, verfolgten die etwa 60 Schülerinnen der fünften, sechsten, neunten und zehnten Jahrgangsstufe bereits ab 8 Uhr morgens den vierstündigen Unterricht in Mathematik oder Englisch, stellten Fragen und brachten sich motiviert ins Geschehen ein.

Zweite Runde beim Lernatelier an der Maria Ward Realschule geplant

„Die Aufarbeitung fachlicher Inhalte ist dabei das Eine. Kleine Konzentrationsübungen, Bewegungseinheiten im Freien und auch spielerische Auszeiten sind aber ebenso wichtig“, sagt Manuela Holzer, stellvertretende Schulleiterin. Denn diese brächten Abwechslung und Spaß in die arbeitsintensiven Vormittage.

Das Lernatelier werde nach den Weihnachtsferien und damit noch im ersten Schulhalbjahr in eine zweite Runde starten. Die vorliegenden Ergebnisse der Lernstand-Tests in Kombination mit den bis dahin erzielten Leistungen der Schülerinnen seien dann ausschlaggebend für die Unterbreitung weiterer Förderangebote, heißt es.

Ergänzend hierzu fänden Intensivierungsstunden für alle Siebtklässlerinnen im Fach Mathematik statt. Diese seien im Vormittagsstundenplan fest verankert. Weiterer Förderunterricht werde nachmittags angeboten.

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