Entsorgung

Mehr Wertstoffe in Kempten und im Oberallgäu gesammelt

Der Kemptener Wertstoffhof am Heussring hat, wie alle anderen Anlaufstellen im ZAK-Gebiet, immer mehr Zulauf.

Der Kemptener Wertstoffhof am Heussring hat, wie alle anderen Anlaufstellen im ZAK-Gebiet, immer mehr Zulauf.

Bild: Ralf Lienert

Der Kemptener Wertstoffhof am Heussring hat, wie alle anderen Anlaufstellen im ZAK-Gebiet, immer mehr Zulauf.

Bild: Ralf Lienert

Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten legt die Zahlen für 2019 vor. Woher das Wachstum kommt.

09.08.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Die Müllmengen im Verbreitungsgebiet des Zweckverbands für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) steigen. Das zeigt ein Blick in die Bilanz für das Jahr 2019, die Andreas Breuer vom Abfall-Management während der jüngsten Sitzung vorlegte. Ursache für das Wachstum seien die steigenden Einwohnerzahlen. Die gute Nachricht: Die Wertstoffe nehmen zu, aber der Restmüll bleibt konstant.

Viel mehr Sperrmüll

Pro Kopf seien die Restmüllmengen sogar rückläufig, sagt Breuer nach der Sitzung. 49.416 Tonnen fielen 2019 an. Ein Jahr zuvor waren noch 49 601 Tonnen angefallen. Rechnet man den Restmüll aus dem Gewerbe hinzu, stehen in der Bilanz knapp 64 000 Tonnen. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent.

Besonders hoch ist die Steigerungsrate beim Sperrmüll: 8,8 Prozent. ZAK-Geschäftsführer Karl Heinz Lumer bezeichnete das schon mehrfach als „Wohlstandsmüll“. Je mehr gekauft werde, desto mehr komme zum ZAK zurück. Etwa die Hälfte der Restmüllmenge werde im Oberallgäu gesammelt, sagte Breuer. Rund ein Viertel entfalle jeweils auf Kempten und den Kreis Lindau.

Plastik im Vergleich geringe Menge

Unter den Wertstoffen fällt die größte Menge beim Grüngut an, knapp 37.000 Tonnen. Das liege an den bequem zu erreichenden Abgabestellen, sagte Breuer. Zudem kompostierten die Bürger nicht mehr selbst. Schlusslicht mit 5.500 Tonnen sind Lebensmittelverpackungen aus Plastik. Bezogen auf die Gesamtmenge an Wertstoffen und Restmüll, die sich auf 167.321 Tonnen beläuft, sei das eher eine geringe Menge. „Aber wenn man die Diskussionen verfolgt, könnte man meinen, es gibt nichts anderes.“

Mehr Gewerbemüll

Unternehmen aus der Region liefern dem ZAK auch immer mehr Gewerbemüll. Vergangenes Jahr waren es 11.000 Tonnen. Ein Großteil der Abfälle entstehe durch die rege Bautätigkeit. Zudem bleibe der Müll in der Region und werde nicht, wie teilweise in der Vergangenheit geschehen, an andere Anlagen in Deutschland geliefert. Denn diese seien inzwischen selbst sehr gut ausgelastet.