Blasmusik-Neustart

Endlich wieder gemeinsam proben: Das erste Mal ist aufregend und cool

Musikkapelle Lauben-Heising

Nach langer Zwangspause probt die Musikkapelle Lauben-Heising mit Dirigentin Marion Fiener (rechts) wieder einmal im Birkenmoos-Saal.

Bild: Martina Diemand

Nach langer Zwangspause probt die Musikkapelle Lauben-Heising mit Dirigentin Marion Fiener (rechts) wieder einmal im Birkenmoos-Saal.

Bild: Martina Diemand

Musikkapelle Lauben-Heising trifft sich nach monatelanger Corona-Pause wieder im Birkenmoos-Saal. Dirigentin Marion Fiener setzt zum Neustart auf Lockeres.
15.06.2021 | Stand: 17:30 Uhr

Die Spannung bei der Musikkapelle Lauben-Heising war groß: Wie wird es sein, nach monatelanger, coronabedingter Zwangspause, wenn man sich wieder trifft, um gemeinsam zu musizieren? „Es war aufregend, aber auch cool und entspannt“, sagt Posaunist Florian Gröger, der gleichzeitig auch Kapellen-Vorsitzender ist. Knapp 30 von insgesamt 45 Mitgliedern trafen sich nun wieder im Birkenmoos-Saal in Lauben, nachdem wie berichtet die Corona-Regelungen auch für Blasmusiker gelockert worden waren.

Sieben Monate lang fanden keine Proben der Kapelle Lauben-Heising statt

Dirigentin Marion Fiener hatte sich lange überlegt, was sie auf den Probenplan setzen wollte. Über sieben Monate fanden keine Proben statt. Zweimal verabredeten sich die Mitglieder zu einem Online-Stammtisch. Der war freilich nur zum Ratschen da, „um über Gott und die Welt zu sprechen“, wie Florian Gröger lachend erzählt. So ging die erste Probe nach langer Zeit ungewöhnlich los.

Corona-Regeln: Die Abstände sind groß, und die Kapelle muss erst wieder ihren Klang finden

Marion Fiener ließ ihre Musikanten zwischen 16 und Ende 60 – erst einmal Tonleitern spielen. Und das hatte einen guten Grund: „Man sitzt wahnsinnig weit auseinander“, erzählt sie. Nach den aktuellen Regeln sind Musikproben drinnen wie draußen zwar wieder ohne feste Personenobergrenze möglich; die Höchstzahl richtet sich dabei nach der Raumgröße. Doch generell gilt ein Mindestabstand von 1,5 Meter, in Blasrichtung sind es zwei Meter (bei Querflöten drei Meter).

Und so tasteten sich auch die Laubener und Heisinger erst einmal an die neue Probensituation heran – nach den Tonleitern mit Chorälen und Polkas. „Wir haben einfach das gespielt, was und schon immer Spaß gemacht hat“, sagt Florian Gröger. Die erste Probe sei richtig gut zum „Eingrooven“ gewesen und um wieder in einen „Flow“ zu kommen. Dirigentin Fiener war es wichtig, erst einmal wieder den gewohnten Kapellen-Klang zu finden. Und sie ist froh, dass noch keiner ihrer Musikerinnen oder Musiker den „Corona-Koller“ bekommen hat und abgesprungen ist. Zum Proben-Neustart seien einige noch im Urlaub gewesen, erzählt die Dirigentin, die aus Ronsberg stammt und seit 2008 die Kapelle leitet.

Zwei Auftritte am 4. Juli: Patrozinium und Standkonzert in Ottobeuren

Am kommenden Wochenende wollte die eigentlich ihr bereits 2020 abgesagtes Bezirksmusikfest nachholen. Doch auch im zweiten Corona-Jahr war nicht daran zu denken. Am 4. Juli spielt die Kapelle beim Patrozinium in Lauben und gibt um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz in Ottobeuren ein Standkonzert. Drei Proben gibt es bis dahin, erzählt Marion Fiener und hofft auf rege Beteiligung. Glücklich ist die Dirigentin, dass die Kapelle mit dem „Birkenmoos“ einen großen Saal für die Gesamtproben hat, der immer donnerstags fest zur Verfügung steht. Auch das Pfarrzentrum, in dem die Kapelle am 4. Juli die Messe gestalte, biete genügend Platz.

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