Kempten

Oxidiertes Kalium in Gymnasium entdeckt - und in Kiesgrube gesprengt

Im Carl-von-Linde-Gymnasium ist oxidiertes Kalium entdeckt worden. Der Stoff musste gesprengt werden.

Im Carl-von-Linde-Gymnasium ist oxidiertes Kalium entdeckt worden. Der Stoff musste gesprengt werden.

Bild: Matthias Becker, Archiv

Im Carl-von-Linde-Gymnasium ist oxidiertes Kalium entdeckt worden. Der Stoff musste gesprengt werden.

Bild: Matthias Becker, Archiv

Im Carl-von-Linde-Gymnasium in Kempten ist oxidiertes Kalium entdeckt worden. Der Stoff musste von Experten gesprengt werden.
15.12.2020 | Stand: 13:48 Uhr

Am Montagmittag wurde der Polizei Kempten mitgeteilt, dass in einem Lagerbestand des Carl-von-Linde-Gymnasium oxidiertes Kalium gefunden wurde. Nachdem von dem Gefahrstoff eine nicht unerhebliche Gefahr bei falscher Handhabung ausgehen kann, wurde die Technische Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamt alarmiert.

Die Experten begutachteten den Gefahrstoff und sicherten ihn. Das Kalium wurde dann in einer Kiesgrube kontrolliert gesprengt, berichtete die Polizei. Für die Dauer der Sprengung war eine kurzfristige Straßensperrung auf der Staatsstraße 2520 zwischen Durach und Bodelsberg erforderlich.

Nach Angaben der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie geht von oxidiertem Kalium eine erhebliche Explosionsgefahr aus. In der Vergangenheit hätten Zwischenfälle mit solchen Stoffen bereits Tote und Verletzte gefordert.

Ein Einsatz wie dieser in Kempten komme in Schulen immer wieder vor, sagt eine Polizeisprecherin auf Anfrage der Allgäuer Zeitung. Kalium sei erlaubt und werde im Chemie-Unterricht bei Versuchen eingesetzt. Erst wenn Sauerstoff an das Kalium gelangt und es oxidiert, werde es "brandgefährlich und explosiv".

Nach Angaben der Sprecherin musste das Carl-von-Linde-Gymnasium am Montag nicht geräumt werden, der Stoff habe gefahrlos aus dem Gebäude gebracht werden können. Zu keiner Zeit hätten sich Schüler und Lehrer in Gefahr befunden, betont die Polzeisprecherin.