Durach

Pokal wird zur Standortbestimmung

Fußball In der Qualifikation treffen Durach, FC Kempten, 1. FC Sonthofen und die SpVgg Kaufbeuren aufeinander. Nur eine Mannschaft schafft den Sprung in die Finalrunde

08.06.2020 | Stand: 14:39 Uhr

In knapp einer Woche wird mit dem Kracher zwischen dem FC Kempten und dem 1. FC Sonthofen im Illerstadion die neue Landesliga-Saison eröffnet. Wenige Tage zuvor bietet der Bayerische Fußball-Verband gleich vier Teams aus der Region die Chance einer letzten Standortbestimmung, bevor es richtig ernst wird. Erstmals wird die Qualifikation zur ersten Runde des bayerischen Totopokals nämlich in mehreren Blitzturnieren ausgetragen. Eines davon findet am heutigen Samstag im Offino-Stadion des VfB Durach statt(siehe Infokasten). Und dieses Wettspiel hat es in sich: Das Teilnehmerfeld mit den Gastgebern, Kempten, Sonthofen und der SpVgg Kaufbeuren bietet binnen dreieinhalb Stunden prestigeträchtige Derbys in Serie. Spannung garantiert aber auch der Modus, denn nur der Tagessieger kommt eine Runde weiter und darf in den kommenden Monaten eines von elf bayernweiten Endspielen bestreiten.

Für Durachs Trainer Alexander Methfessel ist klar: Der Weg in die Finalrunde führt nur über seinen VfB. „Wir nehmen dieses Pokalturnier sehr ernst. Für uns ist es ein willkommener Test, noch dazu vor eigenem Publikum. Wir wollen eine Woche vor unserem ersten Landesliga-Heimspiel gegen Egg natürlich vor allem Werbung in eigener Sache betreiben“, sagt er. Sprich: Beim Aufsteiger wird es keine Experimente bei der Aufstellung geben. Methfessel verspricht, seine aktuell beste Formation aufs Feld zu schicken. Die Kicker, meint Stefan Feneberg, Sportlicher Leiter der Duracher, hätten zuletzt nach der schweißtreibenden Vorbereitung ein wenig müde gewirkt. Mit den Ergebnissen ist er aber zufrieden. Lediglich gegen den Regionalligisten FC Memmingen gab es eine Testspiel-Niederlage, alle anderen Partien wurden gewonnen. Zuletzt feierte der VfB ein 3:0 gegen den ambitionierten Bezirksligisten FC Thalhofen. Feneberg sagt: „Es ist aber nicht schlecht, dass es jetzt gegen drei direkte Landesliga-Konkurrenten geht. Danach sind wir hoffentlich schlauer und werden wissen, wo wir leistungsmäßig stehen.“

Beim FC Kempten hält man hingegen recht wenig vom neuen Pokal-Modus. Trainer Matthias Jörg sagt: „Optimal ist das nicht. Ich hätte lieber ein Spiel über 90 Minuten gemacht. In diesen zwei Mal 15 Minuten Spielzeit kann sich jede Mannschaft, wenn sie es darauf ankommen lässt, hinten reinstellen und einen Punkt ermauern.“ Der Coach macht keinen Hehl daraus, dass der Fokus beim FC Kempten viel mehr auf dem Saison-Eröffnungsspiel am kommenden Freitag liegt. „Alle fiebern diesem Tag extrem entgegen. Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, dass es ein tolles Event wird“, meint Jörg.

Dennoch betont er, die Pokal-Qualifikation keinesfalls abschenken zu wollen. „Wir sind gut in der Spur, wollen das Turnier natürlich gewinnen. Aber wir werden eine Woche bevor es ernst wird mit Sicherheit auch noch nicht alles preisgeben“, sagt er.