Betrugsversuch

Dreiste Masche: Raubüberfall auf Kemptener Wettbüro war inszeniert

Ende April ist in der Klostersteige in Kempten ein Wettbüro von einem jungen Mann überfallen worden. Nun ist klar: der Tatverdächtige hatte wohl mit dem Angestellten zusammengearbeitet.

Ende April ist in der Klostersteige in Kempten ein Wettbüro von einem jungen Mann überfallen worden. Nun ist klar: der Tatverdächtige hatte wohl mit dem Angestellten zusammengearbeitet.

Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolfoto)

Ende April ist in der Klostersteige in Kempten ein Wettbüro von einem jungen Mann überfallen worden. Nun ist klar: der Tatverdächtige hatte wohl mit dem Angestellten zusammengearbeitet.

Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolfoto)

Die Polizei spricht von "spürbaren Konsequenzen": Der bewaffnete Raubüberfall auf ein Wettbüro in Kempten hat sich nach Angaben der Kripo als Betrug entpuppt.
12.05.2022 | Stand: 17:50 Uhr

Er soll den Angestellten mit einer Waffe bedroht haben: Im April hat angeblich ein Dieb ein Wettbüro in Kempten überfallen. Doch der Raub stellt sich jetzt laut Polizei als Täuschung heraus. Wie kamen die Ermittler zu dem Ergebnis?

Mann überfällt Wettbüro in Kempten - Polizei geht von Betrug aus

Nachdem am späten Abend des 29. Aprils ein Angestellter den Notruf gewählt hatte, hatte die Polizei den mutmaßlichen Dieb schnell ausfindig gemacht. Da eine Waffe im Spiel gewesen war, ermittelten die Beamten umfangreich zum Überfall in der Klostersteige. Doch je tiefer die Kriminalbeamten die Geschehnisse beleuchteten, umso mehr kamen Zweifel am Vorgehen des 19-jährigen Räubers auf.

Daher nahmen die Beamten auch den Angestellten ins Visier. Ihr Verdacht bestätigte sich, nachdem sie auch gegen den 23-Jährigen die Ermittlungen aufnahmen.

Überfall auf Kemptener Wettbüro in der Klostersteige war inszeniert

So liegen nach Angaben der Polizei mittlerweile Teilgeständnisse vor, dass die Männer die Tat gemeinsam inszeniert hatten. Diese wollten mit dem Bargeld des Wettbüros offenbar ihre Geldsorgen lindern, vermuten die Beamten. Gegen die Drahtzieher wird nun wegen des gemeinschaftlichen Vortäuschens einer Straftat, des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie der Geldunterschlagung ermittelt.

Die Beamten schließen zudem nicht aus, dass das Handeln des Angestellten arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird. Sie prüfen derzeit, ob die beiden für die bisher entstandenen Kosten der Ermittlungen finanziell aufkommen können. Mehr Nachrichten aus der Region lesen Sie hier.

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