US-Wahl

Präsidentenwahl: Erleichtert vom Ergebnis in Amerika

Nach der Wahl von Joe Biden zum künftigen US-Präsidenten gibt es Hoffnungen auf eine kooperativere Außenpolitik Amerikas.

Nach der Wahl von Joe Biden zum künftigen US-Präsidenten gibt es Hoffnungen auf eine kooperativere Außenpolitik Amerikas.

Bild: Andrew Harnik/AP/dpa

Nach der Wahl von Joe Biden zum künftigen US-Präsidenten gibt es Hoffnungen auf eine kooperativere Außenpolitik Amerikas.

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Wie Kemptener Bürger die Wahl von Joe Biden bewerten und was sie mit dem neuen Präsidenten für Deutschland erwarten.
Nach der Wahl von Joe Biden zum künftigen US-Präsidenten gibt es Hoffnungen auf eine kooperativere Außenpolitik Amerikas.
Von Carolin Färber
10.11.2020 | Stand: 00:08 Uhr

Amerika hat gewählt – Joe Biden wird neuer Präsident der USA. Wie bewerten die Kemptener das Ergebnis? Welche Auswirkungen erwarten sie für Deutschland? Und wie haben sie diese turbulente Wahl verfolgt? Fest steht, alle haben mitgefiebert. Dennoch setzen die Befragten unterschiedliche Schwerpunkte.

Tobias Heigl, 18, Kempten: „Ich dachte nicht, dass es so eng ausgeht“, sagt der 18- Jährige. Er verfolgte die Wahl im Internet. Teilweise sei es für die Allgemeinheit schwer gewesen, sich eine objektive Meinung zu den Kandidaten zu bilden, da deren Bild durch die Medien stark geprägt werde. Er hofft, dass Amerikas Außenpolitik kooperativer wird, denkt aber nicht, dass es einen grundsätzlichen Wandel gibt.

Cordula Weber, 58, Kempten: Sie hat die Wahl vor dem Fernseher mitverfolgt: „Ich war sehr erleichtert, als das Ergebnis feststand“, erklärt die 58-Jährige. Für sie war es ein Moment des Durchatmens. Dennoch denkt auch sie nicht, dass sich von heute auf morgen alles ändert – das Land sei tief gespalten. „Vielleicht tritt aber eine zivilisiertere Gesamtstimmung ein“, hofft die Kemptenerin.

Felipe Arce, 29, Kempten: „Es war kein legendärer Moment, sondern hat sich lange gezogen“, beschreibt der gebürtige Spanier die Verkündung des Wahl- ergebnisses. Über YouTube-Livestreams blieb er auf dem neuesten Stand. Dass Joe Biden Präsident werde, sei „besser so für die ganze Welt“. Er sieht Bidens Politik positiv entgegen und hofft, dass dieser Amerika wieder mehr vereint.

Barbara Probst, 72, Kempten: Sie hält Biden für wesentlich verantwortungsvoller, wenn es um das Thema Corona geht. „Deshalb verstehe ich nicht, wieso doch so viele Menschen Donald Trump gewählt haben.“ Sie hatte damit gerechnet, dass das Wahlergebnis um einiges klarer ausfällt. Von Kamala Harris ist Probst überzeugt: „Sie tritt selbstbewusst und klug auf.“

Ulu Coskon, 53, Kempten: „Die Wahl wird auch Auswirkungen auf Deutschland haben“, sagt der 53-Jährige. Als Beispiel nennt er die Autoindustrie. Coskons Bild von den USA ist auch nach der Wahl unverändert geblieben: „Amerika nimmt nur, kann aber nicht geben.“ Diese „amerikanische Einstellung“ bleibe auch unter Joe Biden dieselbe.