Brückenschäden

Schaden an der Hirschdorfer Illerbrücke schlimmer als vermutet

Kempten Hirschodrf

Autofahrer, Radler und Fußgänger müssen sich vorerst den Straßenbereich der Hirschdorfer Brücke teilen.

Bild: Ralf Lienert

Autofahrer, Radler und Fußgänger müssen sich vorerst den Straßenbereich der Hirschdorfer Brücke teilen.

Bild: Ralf Lienert

Nach Kontrolle bleibt die Illerbrücke für Kraftfahrzeuge nur halbseitig befahrbar. Die zweite Fahrspur dient Radlern und Fußgängern. Wann sich das ändert.
11.06.2021 | Stand: 19:25 Uhr

Die jüngste Überprüfung der Hirschdorfer Illerbrücke brachte es ans Licht: Die Schäden sind schlimmer als vermutet. Nun wird aus der kurzzeitig geplanten halbseitigen Sperrung eine längere Angelegenheit. Bis Ende Juni oder Anfang Juli bleibt die Brücke für den Verkehr halbseitig dicht. Kemptens Tiefbauamts-Leiter Markus Wiedemann hofft, dass das Problem bis dahin übergangsweise gelöst werden kann.

Korrosion greift Verankerungen im Beton an - jetzt muss gehandelt werden.

Aktuell haben die Prüfer größere Schäden im Bereich der sogenannten Brückenkappe entdeckt. Das ist der seitlich an der Brücke angebrachte Teil mit dem Geh- und Radweg. Die Korrosion hat die Verankerungen der unterliegenden Stahlkonstruktion im Beton stark in Mitleidenschaft gezogen. Dort besteht sofortiger Handlungsbedarf.

Bis zur Reparatur wird der Geh- und Radweg auf die Fahrbahn verlegt. Entsprechend müssen sich Kraftfahrzeuge die Spur daneben die nächsten Wochen mit Ampelregelung teilen.

Die Hirschdorfer Illerbrücke ist schon länger ein Sorgenkind der Stadt, denn sie muss erneuert werden. „Die Brücke ist sehr marode“, sagt Wiedemann. Die Planung eines Neubaus ist schon seit Jahren Thema. Schon 2018 hieß es, dass eine Sanierung der Brücke unwirtschaftlich sei. Damalige Hoffnung war, dass eine neue Brücke vielleicht innerhalb der nächsten fünf Jahre entstehen kann.

Das könnte vielleicht noch immer klappen. Denn Wiedemann sagt jetzt, dass die anstehende Reparatur an der Brückenkappe eine schnelle Zwischenlösung sein solle, „um die nächsten zwei bis drei Jahre zu überbrücken“.

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