Betrüger in Kempten und Memmingen

„Schockbetrüger“ treiben ihr Unwesen in Kempten und Memmingen

"Schockbetrüger" in Memmingen und Kempten: Die Anrufer geben sich dabei als Polizeibeamte aus und teilen mit, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt sei.

"Schockbetrüger" in Memmingen und Kempten: Die Anrufer geben sich dabei als Polizeibeamte aus und teilen mit, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt sei.

Bild: dpa, (Symbolfoto)

"Schockbetrüger" in Memmingen und Kempten: Die Anrufer geben sich dabei als Polizeibeamte aus und teilen mit, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt sei.

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Die Polizei warnt vor der Masche der "Schockbetrüger". Menschen aus Kempten und Memmingen erhielten am Mittwoch verdächtige Anrufe. Was die Polizei rät.
"Schockbetrüger" in Memmingen und Kempten: Die Anrufer geben sich dabei als Polizeibeamte aus und teilen mit, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt sei.
Von Allgäuer Zeitung
10.04.2021 | Stand: 21:16 Uhr

Sogenannte "Schockbetrüger" versuchen in Memmingen und Kempten an Geld zu kommen. Wie die Polizei berichtet, gehen seit Mittwochvormittag verstärkt Meldungen in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/ West wegen diesen "Schockanrufen" von Betrügern ein.

Die Anrufer geben sich dabei als Polizeibeamte aus und teilen mit, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt sei. Um eine Haftstrafe abzuwenden, sollen die Verwandten Geld überweisen.

"Schockanrufe": Die Betrugsmasche ist bekannt

Die Polizei warnt vor dieser Masche. Die angerufenen Menschen aus Memmingen und Kempten erkannten den Betrug und gingen nicht auf ein Gespräch ein, sondern legten sofort auf. Die Vorgehensweise ist nicht neu und wird laut Polizei von Betrügern über Callcenter angewendet.

In anderen Fällen stellen sich die laut Polizei sehr professionellen Anrufer als Familienangehörige vor. Durch Manipulation und ständige Anrufe bauen sie ein Vertrauensverhältnis zu ihren Opfern auf. Die Betrüger gehen sogar so weit, dass sie ihr Opfer auffordern, bei der örtlichen Polizeidienststelle anzurufen, um sich zu legitimieren.

Professionelle und sprachgewandte Betrüger täuchen ihre Opfer

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Dann spielen die Täter der Polizei zufolge ein Freizeichen ein. So täuschen sie vor, dass die Verbindung unterbrochen wurde. Wenn das Opfer dann die Nummer der örtlichen Polizei oder 110 wählt, wird keine neue Verbindung aufgebaut. Stattdessen täuschen die Betrüger vor, den Anruf als Polizeibeamter anzunehmen.

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In diesem Fall sollten Opfer auflegen und wenn möglich mit einem anderen Telefon die Notrufnummer 110 wählen. Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger die Telefonnummer, die am Display der Angerufenen angezeigt wird, manipulieren können. Oftmals verwenden die Täter dann die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die örtliche Vorwahl.

Das rät die Polizei bei solchen Anrufen:

  • Seien Sie bei Anrufen von vermeintlichen Bekannten misstrauisch. Vor allem, wenn die Anrufer Geldforderungen stellen. Legen Sie auf und rufen Ihren Bekannten unter seiner Telefonnummer zurück.
  • Sagen Sie am Telefon nichts über Ihre persönliche oder finanzelle Situation und lassen Sie sich nicht unter Druck setzten.
  • Erzählen Sie Verwandten und Bekannten von dieser Betrugsmasche.
  • Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten, informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei.

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