Alpenüberquerung

Spendenaktion: Kemptener will in 24 Stunden an den Gardasee radeln

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Michael Hock ist begeisterter Rennradfahrer. Nun will er innerhalb von 24 Stunden die Alpen überqueren – und dabei Spenden sammeln.

Bild: Harald Holstein

Michael Hock ist begeisterter Rennradfahrer. Nun will er innerhalb von 24 Stunden die Alpen überqueren – und dabei Spenden sammeln.

Bild: Harald Holstein

Der 20-jährige Kemptener Michael Hock steigt aufs Rennrad, um Geld für Hilfsorganisationen zu sammeln. Sein Plan: Mit Minimalgepäck bis nach Riva del Garda.
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Von Harald Holstein
16.06.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Vor zwei Jahren entdeckte Michael Hock seine Leidenschaft für das Rennrad: Seit er 2018 mit seinem Vater in zehn Tagen von Kempten nach Rom geradelt war, unternahm er auch in der Heimat immer wieder größere Touren. Am Mittwoch möchte er nun die Alpen überqueren und innerhalb von 24 Stunden den Gardasee erreichen. Dabei soll seine Leidenschaft auch anderen zugute kommen.

„Vielen sozialen Einrichtungen fallen wegen Corona die Spenden weg.“ Der 20-Jährige möchte mit seiner Tour deshalb Spenden sammeln. „Pro gefahrenem Kilometer können Privatpersonen oder Firmen einen selbstgewählten Betrag geben.“ Bis zu seinem Zielort Riva del Garda sind es 380 Kilometer. Bricht Michael Hock ab, wird auch weniger gespendet.

Über den Fernpass will er nachts radeln

Die Bedingungen für die Fahrt sind nicht einfach: Für Mittwochabend ist Regen angesagt. >>Die aktuelle Wettervorhersage finden Sie neben den neuesten Nachrichten hier<<  Zudem will Michael Hock erst gegen 22 Uhr aufbrechen. Sein Plan: den Fernpass nachts zu überqueren, wenn weniger Verkehr ist.

Einen strengen Stundenplan hat er sich nicht verordnet. Nur Innsbruck möchte er bis spätestens 16 Uhr erreichen, um höheres Verkehrsaufkommen zu vermeiden.

Nun hofft der Kemptener auf Spenden

Nun hofft der 20-jährige Sohn des Duracher Bürgermeisters Gerhard Hock, dass viele seinem Spendenaufruf folgen. Das Geld soll an den Allgäuer Hilfsfonds, die Lebenshilfe, die Kartei der Not und an ein internationales Hilfsprojekt gehen.

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Technisch geht Michael Hock seine Fahrt recht locker an: Er wird nicht von Helfern unterstützt, in der Szene wird das „Solo Unsupported Tour“ genannt. Lediglich ein einfacher Fahrradcomputer zeigt ihm Entfernung und Geschwindigkeit an. Die Reiseroute hat er sich mit den größeren Städten als Anhaltspunkte auf einen Zettel geschrieben. In einen kleinen Rucksack packt er Kleidung zum Wechseln, Warnweste, Stirnlampe, kleines Werkzeug sowie gerade so viel Verpflegung, dass sie ihn bis zum Brenner reicht. Ein Mobiltelefon hatte er bisher keines. Für die Reise genügt ihm ein älteres Tastenmodell.

Auch im Alltag Co2-neutral auf dem Rennrad unterwegs

Auch im Alltag ist für Michael Hock das Fahrrad das wichtigste Fortbewegungsmittel. Mit seinem gebraucht gekauften Rennrad ist er oft schneller als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Ich gebe mir Mühe, mich möglichst Co2-neutral fortzubewegen. Es ist echt beeindruckend, wie weit man mit der eigenen Körperkraft kommen kann“, sagt er.

Der Plan steht - trotz schlechten Wetters

Trotz der ungünstigen Wettervorhersagen möchte der gelernte Zimmerer seine Aktion unbedingt durchziehen. Nach dem Ende seiner Ausbildung hat er jetzt noch Zeit dafür – bevor er für ein Jahr als Helfer in einem südafrikanischen Jugendheim seinen Freiwilligendienst antritt.

Kontakt für Spender Wer sich mit einer Spende an der Aktion beteiligen möchte, erreicht Michael Hock per E-Mail an michael.s.hock@gmx.de

 

>>Ebenfalls für einen guten Zweck unterwegs war der Oberallgäuer Charly Siegl

 

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