Kempten

Spielen und Entdecken im historischen Ambiente

Im historischen Ambiente sollen künftig Kinder spielen. Unser Bild zeigt bei einer Begehung der Chapuis-Villa (von links) Christian Buck (Leiter Amt für Gebäudewirtschaft), Katharina Schrader (Beauftragte des Stadtrats für Kinder und Familie), Sabine Albrecht (Leitung Chapuis-Villa), Dagmar Flohr (Abteilungsleitung Kindertagesbetreuung).

Im historischen Ambiente sollen künftig Kinder spielen. Unser Bild zeigt bei einer Begehung der Chapuis-Villa (von links) Christian Buck (Leiter Amt für Gebäudewirtschaft), Katharina Schrader (Beauftragte des Stadtrats für Kinder und Familie), Sabine Albrecht (Leitung Chapuis-Villa), Dagmar Flohr (Abteilungsleitung Kindertagesbetreuung).

Bild: Rose Bernsen

Im historischen Ambiente sollen künftig Kinder spielen. Unser Bild zeigt bei einer Begehung der Chapuis-Villa (von links) Christian Buck (Leiter Amt für Gebäudewirtschaft), Katharina Schrader (Beauftragte des Stadtrats für Kinder und Familie), Sabine Albrecht (Leitung Chapuis-Villa), Dagmar Flohr (Abteilungsleitung Kindertagesbetreuung).

Bild: Rose Bernsen

Chapuis-Villa: Umbau zum Kindergarten läuft auf Hochtouren. Mitte November sollen 75 Knirpse einziehen können. Welche Vorteile eine „autofreie Kita“ hat.

23.08.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Der Umbau der Chapuis-Villa zu einem Kindergarten mit drei Gruppen schreitet voran. Mitte November könnten erste Kinderstimmen aus der denkmalgeschützten Villa gegenüber dem Illerufer zu hören sein.

Das Amt für Gebäudewirtschaft als Bauträger steht mit dem Amt für Kindertagesstätten, Schulen und Sport in enger Kooperation. Auf drei Stockwerken werden zahlreiche moderne Funktionsräume eingerichtet, die den Kindern Raum geben zum Entdecken, Forschen und Spielen. Dennoch bleibe der Charme der Villa aus dem 19. Jahrhundert erhalten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Die Natur im Park erleben

Früher wurden dort Menschen mit Behinderung und Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzung betreut. Die Villa steht eindrucksvoll in Nachbarschaft zum Bayerischen Hof, inmitten der letzten zusammenhängenden Parkanlage Kemptens aus der Gründerzeit. Im weitläufigen Chapuis-Park ist der Anteil an Altbäumen besonders hoch – ideal für das Erleben der Natur.

Das Betreuungsangebot der ersten „autofreien Kita“ in Kempten richtet sich an Familien, die ihr Kind ohne Auto in den Kindergarten bringen. Wer die Einrichtung nicht fußläufig erreichen kann, nutzt den öffentlichen Verkehr. Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor der Chapuis-Villa.

Der Weg als Erlebnis 

Es gibt laut Stadt viele Gründe, warum es von Vorteil ist, zu Fuß, mit dem Rad oder Laufrad in den Kindergarten zu kommen: Der Kindergartenweg ist ein Erlebnisweg. Kinder lernen die Umgebung kennen, lernen sich im Verkehr selbstständiger zurechtzufinden, sie treffen Freunde, werden an der frischen Luft munter, bewegen sich und nicht zuletzt dankt es die Umwelt.

Leiterin Sabine Albrecht und das pädagogische Team stehen bereits in den Startlöchern. Sie freuen sich auf den Einzug und die Aufgabe, den Betrieb zu gestalten.

1,84 Millionen Euro investiert die Stadt in der Füssener Straße für Umbau und Sanierung. Platz ist für 75 Kinder. Das Projekt ist Teil der Kita-Offensive der Stadt. Seit 2018 wird gefeilt an zusätzlichen 500 Kindergarten- und 170 Krippenplätzen.