Bewegung in der kalten Jahreszeit

Sport im Winter: Rotes Kreuz gibt Tipps

Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern – vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln.

Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern – vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln.

Bild: Sebastian Kahnert, dpa (Symbolfoto)

Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern – vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln.

Bild: Sebastian Kahnert, dpa (Symbolfoto)

Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu rät, sich vor dem Sport aufzuwärmen - auch wenn man keine Lust dazu hat. Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man kennen sollte.
04.11.2021 | Stand: 18:32 Uhr

Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern – vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln. Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu, erklärt in einer Pressemitteilung, worauf man achten sollte, und nennt Erste-Hilfe-Maßnahmen.

„Bei kalten Temperaturen laufen viele Prozesse im Körper nur in gebremster Form ab. So ist etwa der Stoffwechsel vermindert“, erklärt Schönmetzler. Das führe bei Muskeln und Bändern zu einem Elastizitätsverlust – die Verletzungsgefahr steigt. „Um Verletzungen vorzubeugen, ist es jetzt besonders wichtig, sich vor dem Sport ausreichend aufzuwärmen, auch wenn man keine rechte Lust dazu hat.“

BRK Oberallgäu zu Sport im Winter: Der Witterung angepasste Sportkleidung tragen

Wichtig sei auch der Witterung angepasste Sportbekleidung. Der Experte empfiehlt das Zwiebelprinzip. Die oberste Schicht sollte winddicht sein. „Da ein Großteil der Wärme über den Kopf verloren geht, Mütze nicht vergessen“, betont Schönmetzler.

  • Erfrierungen behandeln Der Fachmann rät, keinesfalls an den betroffenen Körperteilen zu reiben. Stattdessen sollte man sie mit Körperwärme aufwärmen, etwa in den Achselhöhlen. Auch ein Wasserbad hilft. Färbe sich die Haut gelblich oder grau und schmerzt, sollte man zum Arzt gehen oder den Rettungsdienst unter 112 rufen.

  • Bronchien schützen Schönmetzler rät, gleichmäßig durch die Nase einzuatmen. Hilfreich sei ein Schlauchtuch, das im Zweifelsfall über Mund und Nase gezogen werden kann. Bei Temperaturen unter 10 Grad minus sollte man lieber aufs Joggen verzichten.

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  • PECH-Prinzip Bei Stürzen empfiehlt Schönmetzler das PECH-Prinzip: P (Pause): betroffene Region möglichst nicht bewegen; E (Eis): Kühlung der verletzten Stelle; C (Compression): das Kühlmedium mit leichtem Druck auf der betroffenen Region fixieren; H (Hochlagerung): die betroffenen Region hochlagern.

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