Sommer im Stadtpark

Mit Sicherheit viel Spaß: Mit dem Wachdienst unterwegs auf dem Gelände

AFW  Sommer im Stadtpark

Stadtpark-Sommer Kempten: Tobias Nitsch (links) und Peter Müller beim Rundgang auf dem Veranstaltungsgelände. Ihre Schicht dauert von 9.30 bis 17 Uhr.

Bild: Ralf Lienert

Stadtpark-Sommer Kempten: Tobias Nitsch (links) und Peter Müller beim Rundgang auf dem Veranstaltungsgelände. Ihre Schicht dauert von 9.30 bis 17 Uhr.

Bild: Ralf Lienert

Tobias Nitsch und Peter Müller erklären, worauf ihr Augenmerk beim Stadtpark-Sommer Kempten liegt. Manche halten das Händlerzelt für eine Corona-Teststation.
11.08.2021 | Stand: 12:13 Uhr

Ein großes weißes Zelt mitten im Kemptener Stadtpark – was bis vor eineinhalb Jahren wie selbstverständlich für ein Bierzelt gehalten worden wäre, erweckt nun eine andere Assoziation: Corona-Teststation. Das ist zumindest die Erfahrung von Tobias Nitsch und Peter Müller von der Firma Sida, die beim Stadtparksommer für die Sicherheit verantwortlich ist. Bei einem Rundgang über das Gelände erzählen sie, wie es bisher gelaufen ist und worauf sie achtgeben.

„Wir sind hier auch Ansprechpartner bei Fragen“, sagt Müller. Und da sei eben auch die nach dem Zelt öfter gestellt worden. Inzwischen würden die Zeltwände zur Seite geklappt, so dass die Besucher sehen können, welche Händler sich dahinter verbergen. Demnächst sollen auch noch Schilder außen angebracht werden.

(Lesen Sie auch: Das ist beim Stadtpark-Sommer Kempten für Familien geboten)

Wie ist die Maskenpflicht auf dem Gelände geregelt?

Eine andere häufige Frage sei die nach der Maskenpflicht, sagt Müller. Tatsächlich sprechen mehrere Besucher die Sicherheitsleute an und wollen wissen, wie das geregelt ist. Zwar sei auf dem ganzen Gelände das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, erklärt der Sicherheitsfachmann. Aber wenn sie jemand beim Herumflanieren abnehme, sei das in Ordnung. An den Ständen oder im Händlerzelt müsse sie aber zwingend aufgesetzt werden. „Mit der Stadt und dem Ordnungsamt ist das auch so abgesprochen.“

An den ersten ein, zwei Tagen hätten sie dennoch auf die Maskenpflicht hinweisen müssen – auch die Aussteller, sagt Nitsch. Er hat jüngst die Sida-Geschäftsführung von Müller übernommen. Für sie selbst und ihre Mitarbeiter wäre eine Alltagsmaske ausreichend. „Aber dann können wir nur schlecht vermitteln, warum die Besucher eine FFP2-Maske tragen müssen.“ Dass die Kollegen und Kolleginnen während ihrer Schicht, die von 9.30 bis 17 Uhr daure, mal kurz durchschnaufen, sei aber möglich.

Fehlendes Bierzelt in Kempten wirkt sich auf Sicherheit aus

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Tagsüber seien fünf Sicherheitskräfte im Einsatz, sagt Müller, abends neun. Wie viele Kollegen nachts unterwegs sind, will er nicht verraten. „Bisher war alles im Rahmen“, sagt er. Man merke, dass kein Bierzelt da sei und kein harter Alkohol ausgeschenkt werde. „Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem blauen Auge aus dem Dienst geht, ist gering.“

Zwei versuchte Einbrüche in einen Händlerstand seien die bisherige Bilanz. Auf den Bildern der Videoüberwachung habe man gesehen, dass es Minderjährige waren, die von dannen zogen, als das Licht anging, sagt Nitsch.

Ab 18 Uhr müssen sich Besucher des Stadtpark-Sommers in Kempten registrieren

Gemeinsam mit den Mitarbeitern und Hilfskräften der Stadt werde ab 18 Uhr die Registrierungspflicht überwacht, sagt er. Registrieren könne man sich vorab über das Programm „Darf ich rein?“, das ohne App funktioniert, über die Luca-App, über ein Tablet vor Ort oder handschriftlich auf Zetteln. Einziger Zugang auf das Gelände sei dann das Tor neben dem Zumsteinhaus.

Ansonsten gelte es, Stolperfallen zu beseitigen und darauf zu achten, dass Absperrungen intakt sind und Mülleimer dort stehen bleiben, wo sie hingehören. Auch den einen oder anderen Fahrradfahrer holt Nitsch vom Rad – weil viele Familien mit Kindern und älteren Menschen unterwegs sind, sei Radeln während des Stadtparksommers verboten.

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