Verwaltung reagiert auf Kritik

Stadtratssitzungen in Kempten: Statt ins Theater geht es nun in die Kultbox

Der Kemptener Stadtrat trifft sich zu seiner ersten Sitzung im Stadttheater. Dabei werden 18 neue Mitgleider vereidigt und die beiden weiteren Bürgermeister gewählt. Zuschauer der Sitzung

Zu seiner ersten Sitzung traf sich der Kemptener Stadtrat im Stadttheater, was für Kritik sorgte. Nun kommt das Gremium erst mal in der Kultbox zusammen.

Bild: Ralf Lienert

Zu seiner ersten Sitzung traf sich der Kemptener Stadtrat im Stadttheater, was für Kritik sorgte. Nun kommt das Gremium erst mal in der Kultbox zusammen.

Bild: Ralf Lienert

Die erste Sitzung des neuen Kemptener Stadtrats fand im Stadttheater statt. Das sorgte für Kritik. Daraufhin reagierte nun die Verwaltung.

11.06.2020 | Stand: 18:13 Uhr

Zu seiner nächsten Sitzung trifft sich der Kemptener Stadtrat nicht wie angedacht wieder im Stadttheater, sondern in der Kultbox. Beginn ist am Donnerstag, 18. Juni, um 16 Uhr. Wie berichtet, ist der Sitzungssaal im Rathaus aufgrund der Corona-Auflagen zu klein. Dort wäre es nicht möglich, den nötigen Abstand einzuhalten. Deswegen kam das Gremium zuletzt im Stadttheater zusammen. Zuschauer allerdings kritisierten, dass sie dort nicht sehen können, wie die Stadträte abstimmen.

Verschiedene Alternativen geprüft

Die Verwaltung habe verschiedene Alternativen überprüft, sagt Pressesprecherin Diana Riederer. Im Blick hatte die Stadtverwaltung zum Beispiel die Markthalle. Dort allerdings stehe laut Riederer nicht die nötige Technik zur Verfügung. In der Kultbox sei hingegen alles Nötige vorhanden. Außerdem könne diese im Gegensatz zum Stadttheater, wo der Betrieb wieder anlaufe, dauerhaft gemietet werden.

Beitritt zur „Seebrücke“ Thema

Während der Sitzung geht es unter anderem um den Flächennutzungsplan, der die Grundlage der städtebaulichen Entwicklung Kemptens darstellt. Außerdem diskutieren die Stadträte über den Antrag, dass Kempten dem „Aktionsbündnis Seebrücke – sicherer Hafen“ beitritt. Diesen hatte die SPD bereits im vergangenen Sommer das erste Mal gestellt. Ziel ist, Geflüchtete aufzunehmen, die übers Mittelmeer kommen. Darüber hinaus stehen mehrere Bau-Projekte auf der Tagesordnung: das Baugebiet Halde, ein Vorhaben im Gerhardinger Weg sowie der Bebauungsplan Schwalbenweg Südwest.