Sicherheitsgespräch der Polizei

Telefon-Betrug nimmt im Oberallgäu stetig zu

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann hält ein Telefon.  (zu dpa  «Prozess in Trier gegen drei Männer, die als falsche Polizisten vor allem ältere Menschen um ihr Geld geprellt haben sollen» vom 14.05.2018) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Telefonbetrüger haben vor allem ältere Menschen immer öfter im Visier.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Telefonbetrüger haben vor allem ältere Menschen immer öfter im Visier.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Im Landkreis Oberallgäu sinkt die Zahl der Straftaten zwar weiter. Ein Delikt allerdings macht der Polizei Sorgen.

13.07.2020 | Stand: 11:32 Uhr

Seit Bestehen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ist der niedrigste Wert an Straftaten erreicht: Diese Nachricht überbrachte Polizeipräsident Werner Strößner der Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller beim ersten Sicherheitsgespräch in dieser Legislaturperiode.

Waren es im Jahr 2018 noch knapp 4500 Straftaten im Landkreis, so sank die Zahl laut Strößner im vergangenen Jahr um neun Prozent auf etwa 3900. Auch die Aufklärungsquote liege mit 71 Prozent deutlich über dem gesamtbayerischen Niveau von 65 Prozent.

 

Falsche Polizisten rufen an

Der sogenannte Callcenter-Betrug nehme allerdings fortwährend zu. In rund 140 Fällen betrügerischer Anrufe allein im Landkreis Oberallgäu versuchten die Täter gerade ältere Menschen um ihr Vermögen zu bringen. Sie gaben sich als falsche Polizeibeamte aus oder täuschten Gewinnversprechen vor. Allerdings waren die Täter in nur einem Fall erfolgreich. „Durch konsequente Präventionsarbeit in diesem Bereich versuchen wir, ein gesundes Maß an Misstrauen in der Bevölkerung zu wecken. Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an oder fordert Wertgegenstände oder Bargeld“, sagt Strößner.

 

Vier Prozent mehr Verkehrsunfälle

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Oberallgäu stieg um etwa vier Prozent von rund 3900 auf beinahe 4200. Hierbei wurden 883 Personen verletzt, 156 davon schwer. Zwar sank die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch verloren neun Verkehrsteilnehmer ihr Leben. In diesem Zusammenhang stellte der stellvertretende Leiter der Verkehrspolizei Kempten, Herbert Spengler, die Kontrollgruppe Motorrad vor, die insbesondere auf beliebten Motorradstrecken den motorisierten Zweiradverkehr überwacht.