Steuern

Teure Zamperl: Buchenberg erhöht Hundesteuer deutlich

Buchenberg erhöht zum Jahreswechsel die Hundesteuern.

Buchenberg erhöht zum Jahreswechsel die Hundesteuern.

Bild: Matthias Becker

Buchenberg erhöht zum Jahreswechsel die Hundesteuern.

Bild: Matthias Becker

Die Abgaben für Hunde in Buchenberg steigen. Bisher zahlt der Ort bei der Kot-Entsorgung ordentlich drauf. Mit diesen Kosten müssen die Bürger nun rechnen.
Buchenberg erhöht zum Jahreswechsel die Hundesteuern.
Von Frederick Mersi
07.12.2020 | Stand: 15:00 Uhr

Wenn es um Hunde geht, zahlt die Gemeinde Buchenberg drauf. Etwa 25 000 Euro kostet es pro Jahr, den Kot der mindestens 235 Haustiere zu entsorgen, wie Bürgermeister Toni Barth (CSU) dem Gemeinderat in dessen jüngsten Sitzung mitteilte. Aus der Hundesteuer nimmt die Gemeinde aber jährlich nur rund 14 000 Euro ein.

Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Steuer für Hunde ab 1. Januar deutlich zu erhöhen: Das erste Tier kostet die Besitzer in Buchenberg dann 75 statt bisher 55 Euro pro Jahr, das zweite 150 statt 88 Euro, jeder weitere Hund 200 statt bislang 121 Euro. Ermäßigungen für Züchter gibt es dabei nicht.

Am stärksten steigt die Steuer für Halter von Kampfhunden – von bisher 520 auf 1000 Euro pro Jahr. Allerdings existiert diese Fast-Verdoppelung vorerst nur auf dem Papier: Kampfhunde waren laut Bürgermeister Barth Anfang Dezember in Buchenberg keine gemeldet. Mit der neuen Satzung orientiere sich die Gemeinde an einem Vorschlag der Kommunalaufsicht, betonte er. Beträge sind in diesem Ende Juli veröffentlichten Dokument aber nicht enthalten. Zuletzt hatte Buchenberg seine Hundesteuer vor fast sieben Jahren erhöht.

Eigentlich hatte Barth zu Beginn der Diskussion im Gemeinderat eine moderatere Erhöhung vorgeschlagen. Auf Nachfrage von Sonja Keck-Herreiner (CSU) wurde er jedoch erinnert, dass im Finanzausschuss höhere Beträge besprochen worden waren. Man habe sich damals entschieden, sich an den Sätzen der Gemeinde Missen-Wilhams zu orientieren und nach oben zu korrigieren. Notizen dazu fand Barth auf die Schnelle nicht, lenkte aber ein: „Ich denke, ihr habt recht. Ich bin sowieso Feuer und Flamme dafür.“

Widerspruch aus den Reihen des Gemeinderats gab es nicht, sodass der Beschluss ohne längere Diskussion fiel. Damit könnte Buchenberg ab 2021 bei der Entsorgung von Hundekot zumindest etwas geringere rote Zahlen schreiben als bisher.

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