Kleiner Bach Durach riss eine Fußgängerbrücke weg

Unwetter am Montag: Keller voll Wasser, überflutete Straßen - auch in und um Kempten

Eine Brücke über die Durach wurde während des Unwetters am Montagabend im Oberallgäu weggespült.

Eine Brücke über die Durach wurde während des Unwetters am Montagabend im Oberallgäu weggespült.

Bild: Ralf Lienert

Eine Brücke über die Durach wurde während des Unwetters am Montagabend im Oberallgäu weggespült.

Bild: Ralf Lienert

Der Schwerpunkt der Schäden liegt bei Rettenberg. Doch auch in Kempten und im nördlichen Oberallgäu gab es Schäden. Eine Übersicht.
28.07.2021 | Stand: 06:22 Uhr

Ein heftiges Unwetter ist am Montagabend über das Oberallgäu gezogen. Es ließ Keller vollaufen, Hänge abrutschen – und schickte am Grünten und Mittag Wassermassen in die Dörfer.

Auch im Altlandkreis Kempten hinterließ das Unwetter Spuren. Insgesamt kam man hier aber glimpflich davon, sind sich Polizei und Feuerwehr einig. In Kempten wurde laut Polizeisprecher Holger Stabik etwa der Adenauerring und die Memminger Straße überschwemmt, in der Lenzfrieder Straße wurden Gullideckel weggespült. Die B 19 bei Waltenhofen auf Höhe des Fenebergmarktes war laut Stabik kurzzeitig überschwemmt. In Rauns (Waltenhofen) etwa liefen Keller voll.

Bei Ottacker (Sulzberg) rutschte durch das Unwetter ein Hang ab.
Bei Ottacker (Sulzberg) rutschte durch das Unwetter ein Hang ab.
Bild: Eddi Nothelfer

Unwetter im Oberallgäu - die Duracher Bilanz: Vollgelaufene Keller, beschädigte Straßen und eine weggeschwemmte Brücke

Der sonst kleine Bach Durach riss eine Fußgängerbrücke weg, laut Durachs Bürgermeister Gerhard Hock ist das für Hochwasserfälle so vorgesehen, die Brücke ist an Stahlseilen gesichert ans Ufer geschwemmt worden. Ansonsten seien in seiner Gemeinde Straßenverbauungen weg und Keller vollgespült worden.

(Lesen Sie hier: Unwetter in Wagneritz: Flutwelle in Rettenberg reißt Auto mit)

Im Sulzberger Ortsteil Ottacker lief laut Feuerwehrkommandant Michael Landerer das Hochwasser durch mehrere Ställe. Tiere seien nicht verletzt worden. Auch Keller liefen dort wie im Hauptort voll. Hinzukam ein kleiner Hangrutsch nahe des Ortsteils. „Wir hatten etwa 20 Einsatzstellen“, sagt Landerer. Betroffen seien aber weit mehr Häuser gewesen.

Trotz einiger Schäden nach dem Unwetter am Montagabend: Die Region in und um Kempten kam glimpflich davon

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