Abfall

Versandhandel lässt Kartonberge in Kempten wachsen

Kein Schmuckstück: eine übervolle Wertstoffinsel.

Kein Schmuckstück: eine übervolle Wertstoffinsel.

Bild: Heribert Keppeler

Kein Schmuckstück: eine übervolle Wertstoffinsel.

Bild: Heribert Keppeler

Nun klemmt auch die Abfuhr an Wertstoffinseln. Der Abfallzweckverband ZAK erklärt, warum das so ist. Nun rollen die Laster auch am Dreikönigsfeiertag.
06.01.2021 | Stand: 06:40 Uhr

Die wachsende Dominanz des Versandhandels zeigt sich auch beim Müll: Es fallen immer mehr Verpackungen an – insbesondere Kartonagen. Und das ist nicht allein auf Weihnachten zu münzen, sondern zeichnete sich laut Abfallzweckverband ZAK bereits das vergangene Jahr über ab. Eine vermüllte Wertstoffinsel fotografierte unser Leser Heribert Kappeler in der Kolpingstraße. Er fragt: „Ist das die Schattenseite der Feiertage?“

Dass es so verheerend aussieht, hat einige Gründe. „Es kam viel zusammen“, sagt Andreas Breuer vom ZAK. Da sind die Feiertage, die den Leerungsplan erschwerten, während zugleich Geschenke extra viele Verpackungen bescherten. Das Abfuhrunternehmen muss den Ausfall zweier Fahrzeuge kompensieren. Das eine lässt sich laut Breuer nicht einmal mehr reparieren. Der bestellte Ersatzlaster wird wohl Ende Januar geliefert. Zudem fielen Mitarbeiter etwa wegen Quarantänevorgaben aus. Zur Problemlösung: Jetzt werden sogar am Dreikönigsfeiertag extra Schichten gefahren.

Einen Punkt haben die Bürger selbst mit in der Hand. Breuer sagt, dass immer wieder gefaltete Kartons in Container geschoben werden. Das Problem: Sie klappen sich im Container zumindest teilweise wieder auf und nehmen dann Platz weg, der anderen fehlt. Man müsste die Kartons zerschneiden, sagt Breuer, oder bringe sie noch besser direkt zum Wertstoffhof.