Kunst in der Corona-Krise

„Via Bohei“: Kemptenerin eröffnet virtuellen Marktplatz für gebeutelte Künstler

Eigentlich ist Isabella Heim aus Kempten Grafikdesignerin. Auf Instagram unterstützt sie mit "Via Bohei" vor allem regionale Künstler und Kleinunternehmer.

Eigentlich ist Isabella Heim aus Kempten Grafikdesignerin. Auf Instagram unterstützt sie mit "Via Bohei" vor allem regionale Künstler und Kleinunternehmer.

Bild: Volker Heim

Eigentlich ist Isabella Heim aus Kempten Grafikdesignerin. Auf Instagram unterstützt sie mit "Via Bohei" vor allem regionale Künstler und Kleinunternehmer.

Bild: Volker Heim

Kleine Unternehmen haben es in der Corona-Pandemie schwer. Auf der Instagram-Seite "Via Bohei" stellt Isabella Heim aus Kempten Allgäuer und ihre Waren vor.
04.04.2021 | Stand: 17:00 Uhr

Die Kemptener Grafikdesignerin Isabella Heim hat mit „Via Bohei“ einen virtuellen Markt eröffnet: Das Konzept ermöglicht es Künstlern und Kleinunternehmern, ihre Produkte und Dienstleistungen über das Online-Netzwerk „Instagram“ ausstellen zu können.

Auf die Idee gekommen ist Heim, nachdem aufgrund der Pandemie zahlreiche Märkte wie etwa das Tollwood Festival in München abgesagt wurden. Für sie ist Instagram die ideale Plattform für einen solchen virtuellen Markt. „Man kann gut die Marktatmosphäre vermitteln und die Produkte anschaulich vorstellen.“

Von Yoga bis Musik: 30 Kleinunternehmen sind beim virtuellen Markt dabei

Wer Interesse hat, selbst über die Instagram-Seite „Viabohei“ seine Angebote vorzustellen, solle ihr dort eine Nachricht schreiben mit Bildern und einem kurzen Text, in dem das Produkt vorgestellt wird, erklärt die Grafikdesignerin. Beides lade sie anschließend auf Instagram hoch und verlinkt das jeweilige Unternehmen oder den Künstler.

Aktuell finden sich auf der Seite beispielsweise CDs, Gutscheine, etwa DVDs eines Yogastudios sowie selbstgemachte Pralinen. 30 Kleinunternehmer und Künstler sind derzeit beteiligt. „Die Plattform, die ich biete, ist vor allem für diejenigen geeignet, die keinen eigenen Laden besitzen“, erklärt die 45-Jährige. Rumgesprochen habe sich das Konzept vor allem durch „Mund-zu-Mund Propaganda“. Bekannte wurden angerufen, die wiederum weitere Bekannte informierten, bis schließlich die ersten Anfragen eintrudelten. Größtenteils beteiligen sich Menschen aus der Region.

Auch ihre Familie ist Feuer und Flamme für "Via Bohei"

Der Name ist eine Zusammenstellung aus dem Wort „Via“, was auf Heims Begeisterung für italienische Einkaufsstraßen zurückzuführen sei, – und dem Begriff „Bohei“: „Wir sind ein sehr belebter Haushalt mit drei Jungs und Hunden.“ Eines Tages habe ein Hund einen rechten „Bohei“ veranstaltet, sei also wild umher getobt. Und schon habe die Idee einen Namen bekommen. Das Logo der „Via Bohei“ habe ihr zwölfjähriger Sohn gesprayt, sagt Heim. „Er war auch sofort Feuer und Flamme dafür.“ Vor allem die Gemeinschaft stehe bei „Via Bohei“ im Vordergrund: „Das Ganze ist kostenlos und soll zeigen, dass wir gemeinsam stark durch diese schwarze Zeit gehen.“

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