Ferienprogramm

Vom Konsumenten zur Gestalterin - So probieren sich Kinder bei der Haba-Digitalwerkstatt in Kempten aus

Programmier-Workshop für Kinder im Kempodium

Irene Six (links) und Luisa Amrehn programmieren mit Mara Kusel (Zweite von links) und Nina Schwekutsch ein Online-Spiel.

Bild: Matthias Becker

Irene Six (links) und Luisa Amrehn programmieren mit Mara Kusel (Zweite von links) und Nina Schwekutsch ein Online-Spiel.

Bild: Matthias Becker

Der TSV Kottern und der Verein „Raiba hilft“ laden zur Haba-Digitalwerkstatt ein. Kinder können etwa Roboter programmieren oder einen Stop-Motion-Film drehen.
07.09.2021 | Stand: 11:30 Uhr

„Eine viertel Drehung nach links – nein rechts!“ Die beiden siebenjährigen Mädchen Mara Kusel und Nina Schwekutsch schicken Luisa Amrehn – ausgestattet mit einem Roboter-Kopf aus Pappkarton – quer durch den Raum. Ziel ist, „Roboter Luisa“ einen Ball von einem Tisch zum anderen tragen zu lassen.

Was wie ein Spiel anmutet, soll den beiden Schülerinnen das Prinzip des Computerprogrammierens näher bringen. In der Haba-Digitalwerkstatt, die diese Woche im Kempodium stattfindet und Teil des Sommerferienprogramms des TSV Kottern ist, können Kinder die digitale Technik erkunden.

Kinder brauchen keine Vorkenntnisse für die Haba-Digitalwerkstatt in Kempten

Haba kennen viele Eltern vermutlich als Spielzeughersteller. 2017 sei die erste Digitalwerkstatt ins Leben gerufen worden, sagt Viktoria Brackertz, Leiterin des Standorts München. Kinder aus der Konsumentenrolle herauszuholen und zu Gestaltern und Gestalterinnen der Wirklichkeit machen, sei der Anspruch der Kurse. Sie sollen sich in einem angstfreien Raum ausprobieren können.

Jedes Kind zwischen sechs und zwölf Jahren könne mitmachen, sagt Brackertz. „Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.“ Trotzdem erlebe sie immer wieder, dass Lehrer oder Eltern Mädchen den Umgang mit der Technik nicht zutrauen. „Ich habe eine Tochter, kann sie trotzdem mitmachen?“, sei sie schon gefragt worden.

Programmieren mit der Software "Scratch" im Kempodium

Unterdessen haben Mara und Nina an den Tablets erste Befehle mit „Scratch“ ausprobiert. Das sei eine frei verfügbare Software, mit der die Kinder auch noch nach dem Kurs an ihren Projekten weiterarbeiten können, erklärt Brackertz.

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Kinder programmieren mit Experten im Kempodium in Kempten

Peter Kusel vom TSV Kottern ist übers Internet auf die Haba-Digitalwerkstatt aufmerksam geworden. Weil er Kindern auch über den Sport hinaus Angebote machen möchte, hat er sich zur finanziellen Unterstützung den Verein „Raiba hilft“ der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu an die Seite geholt. „Wir engagieren uns für Kinder aus sozial schwächeren Schichten oder auch für Kinder mit Behinderung“, erklärt Vorsitzender Tobias Eisert.

Der TSV Kottern will das Angebot etablieren

Kusel möchte die Haba-Digitalwerkstatt gerne dauerhaft etablieren. Wie und wo genau, stehe noch nicht fest. Brackertz ergänzt, dass sie und ihr Team zu diesem Zweck oft auch mit lokalen Unternehmen oder Hochschulen kooperieren.

Noch sind Plätze frei

In allen Kursen der Woche, 6. bis 10. September, sind noch Plätze frei. Unter www.tsv-kottern.de finden Sie das komplette Programm. Das pdf-Dokument enthält Links, über die Eltern ihre Kinder anmelden können.